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Trump verharmlost rechstextreme Gewalt: Entrüstung und Proteste

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Trump verharmlost rechstextreme Gewalt: Entrüstung und Proteste

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Nachdem US-Präsident Donald Trump seine Verurteilung rechtsextremer Gewalt in Charlottesville relativiert hat, bricht nicht nur in den Sozialen Netzwerken ein Sturm der Entrüstung los. So war Trump nach einer Veranstaltung von Journalisten mit konkreten Vorwürfen zu der Gewalt in Charlottesville konfrontiert worden. Es habe auf beiden Seiten “schlimme und gewalttätige Gruppen” gegeben, das “stellen weder Sie noch ich in Frage”, sagte der Präsident.

Andere Worte fand Barack Obama: “Niemand wird mit dem Hass auf andere Menschen wegen ihrer Hautfarbe, ethnischen Herkunft oder Religion geboren…”, so ein milionenfach geteilter Tweet des früheren Präsidenten, der den südafrikanischen Anti-Apartheidskämpfer und Ex-Präsidenten Nelson Mandela zitierte.

Basketballstar Lebron James gehörte zu denen, die den Tweet teilten und Trump kritisierten. Später machte er seinem Unmut auf einer Großveranstaltung in Ohio Luft:

“Der einzige Weg unsere Gesellschaft und uns selbst zu bessern, ist Liebe. Nur so können wir etwas zusammen erreichen. Es geht nicht um diesen Typen, den sogenannten Präsidenten der USA… es geht um uns! Es geht darum, in den Spiegel zu schauen, Kinder genauso wie Erwachsene. Wir alle müssen uns fragen: “Was können wir verbessern, um den Wandel voranzubringen?”


In Chicago demonstrierten mehr als hundert Menschen gegen Trumps Zurückrudern, das die Neonazis auf eine Stufe mit den Gegendemonstranten gestellt hatte. Zu der Gewalteskalation mit einer Toten und 19 Verletzten war es während einer Neonazi-Kundgebung in Charlottesville gekommen.