Eilmeldung

Mühsame Ermittlungen nach Terror in Spanien

Sie lesen gerade:

Mühsame Ermittlungen nach Terror in Spanien

Schriftgrösse Aa Aa

Nach den Anschlägen in Spanien kommen die Ermittler nur mühsam voran. Ein Hauptverdächtiger wird weiter gesucht. Womöglich hat er sich ins Ausland abgesetzt. Die Auswertung von Bildern verschiedener Überwachungskameras soll mehr Klarheit bringen.

Auch zwei andere Verdächtige geben der Polizei noch Rätsel auf. Es wird geprüft, ob sie bei einer Explosion im Ort Alcanar in der Nacht zum Donnerstag ums Leben kamen. Klar ist, dass die zwölfköpfige Terrorzelle in dem Haus einen oder mehrere noch viel massivere Anschläge vorbereitete – bis die Detonation ihre Pläne durchkreuzte. Die Polizei stellte dort 120 Gasflaschen sicher.

Derweil gedenken die Menschen in Barcelona weiter der Opfer. Mit Demonstrationen für Liebe und Solidarität stellen sich die Katalanen dem Hass entgegen. “Muslime, Katalanen, Spanier – wir leiden alle gemeinsam”, steht auf einem Plakat, das eine Frau in der katalanischen Metropole hochhält.

Ein Fußballspiel des FC Barcelona gegen Real Betis fand unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen statt. Der 2:0-Sieg spielte für die Mannschaft am Ende eine Nebenrolle. Arm in Arm legten die Spieler eine Schweigeminute für die Opfer von Barcelona und Cambrils ein. Auf ihren Trikots statt des eigenen Namens der Schriftzug “Barcelona”.


Die Attentäter horteten in Alcanar 120 Gasflaschen. Wahrscheinlich sollten sie bei einem noch viel verheerenderen Anschlag zum Einsatz kommen. Laut spanischen Medienberichten hatten die Männer die berühmte Sagrada Familia in Barcelona im Fokus.