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"Idioten erschießen" - Duterte rechtfertigt Polizeigewalt

Auf einer Veranstaltung vor Polizeikräften in Manila sagte der philippinische Präsident, stehe es ihnen frei jene - so wörtlich - "Idioten" (die sich ihrer Verhaftung widersetzten) zu erschießen

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"Idioten erschießen" - Duterte rechtfertigt Polizeigewalt

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Unbeeindruckt von den jüngsten Demonstrationen gegen Polizeigewalt auf den Philippinen zeigt sich Staatspräsident Rodrigo Duterte. Auf einer Veranstaltung am Montag vor Polizeikräften in Manila bekräftigte er seine Aufforderung, beim Einsatz gegen Drogenkriminalität von Schusswaffen Gebrauch zu machen.

Wenn Verdächtige nicht auf Befehle reagierten, Widerstand leisteten, gewalttätig seien und damit das Leben seiner Polizisten und Soldaten gefährdeten, stehe es ihnen frei jene – so wörtlich – “Idioten” zu erschießen. Duterte stellte aber auch fest, dass ungerechtfertigte Morde durch die Polizei nicht erlaubt seien.

Tausende hatten am Wochenende am Trauermarsch für einen Jugendlichen teilgenommen, der bei einem Einsatz gegen das Drogenmilieu erschossen worden war. Der Tod des 17-Jährigen hatte viele Einwohner des Inselstaates empört und gegen Dutertes Kampf gegen die Drogenkriminalität aufgebracht.

Ebenfalls am Montag wurde von mehreren Organisationen und Persönlichkeiten die Protestbewegung “Movement Against Tyranny” ins Leben gerufen. Was ihrem Land geschehe, sei nicht länger akzeptabel, so der Teilnehmer, der Drehbuchautor Boni Ilagan.




Seit Dutertes Amtsantritt vor 13 Monaten sind laut Polizeistatistiken bei Einsätzen gegen die Drogenszene mehr als 3000 Verdächtige getötet worden, mutmaßliche Drogenhändler und Konsumenten, aber auch unschuldige Zivilisten sowie Kinder oder Jugendliche, wie der 17-jährige Kian Loyd Delos Santos. Drei Polizisten und ihr Vorgesetzter wurden inzwischen wegen der mutmaßlichen Erschießung des Jugendlichen von ihren Posten suspendiert.