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Stärkstes Erdbeben seit Jahrzehnten: Mexiko trauert um Dutzende Tote

Rekord-Erbeben der Stärke 8,2 - Angst vor Nachbeben

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Stärkstes Erdbeben seit Jahrzehnten: Mexiko trauert um Dutzende Tote

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Ein Rekord-Erbeben der Stärke 8,2 hat Mexiko erschüttert, mindestens 58 Menschen starben, hunderte wurden verletzt. Hunderte Häuser stürzten ein, rund 1,5 Millionen der rund 50 Millionen Mexikaner waren zeitweise ohne Strom.

Mehrere Einheiten der Streitkräfte wurden zur Hilfe und Vermisstensuche in die Katastrophenregion geschickt. Es kam zu mindestens 42 Nachbeben.


Das Beben ereignete sich im Pazifik, 137 Kilometer südwestlich von Tonalá im Bundesstaat Chiapas in 19 Kilometern Meerestiefe. Rund 50 Millionen Menschen spürten die heftigen Erdstöße – in bis zu 1.000 Kilometern Entfernung, auch in der Hauptstadt Mexiko-City. Die betroffene Region liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der immer
wieder von heftigen Erdbeben erschüttert wird.


Enrique Peña Nieto, mexikanischer Präsident:

“Wir haben die Bevölkerung aufgefordert, über die Medien bei Warnungen des Zivilschutzes auf dem Laufenden zu bleiben.”

Die Bilder vom Beben weckten düstere Erinnerungen an das Jahr 1985: Am 19. September kostete ein verheerendes Erdbeben der Stärke 8,1 damals tausende Menschenleben und veränderte das Gesicht der Hauptstadt Mexiko-City für immer. Dieses Mal gab ein Vorwarnsystem wenige Sekunden vor dem Beben ein Signal. Viele konnten ihre Häuser und Wohnungen verlassen und ins Freie stürmen.

su mit dpa