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Schüsse, Sprengstoff: Dutzende Tote bei IS-Anschlägen im Irak

Schauplatz Südirak: Der vor allem von Schiiten bewohnte Süden galt als relativ friedlich

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Schüsse, Sprengstoff: Dutzende Tote bei IS-Anschlägen im Irak

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Bei zwei Selbstmordanschlägen sind im Süden des Iraks mindestens 50 Menschen getötet worden.

Mehr als 80 Menschen seien verletzt worden, so Polizei und Rettungskräfte. Die Zahl der Toten könne noch steigen, da einige Menschen sehr schwer verletzt seien. Der sogenannte Islamische Staat (IS) reklamierte die Attentate für sich.


Nach Polizeiangaben waren ein Restaurant und ein Kontrollposten an einer Autobahn südwestlich der Stadt Nassirija Ziel der Anschläge. In dem Lokal habe ein Angreifer eine Sprengstoffweste gezündet. Drei oder vier weitere Angreifer hätten zugleich auf die Menschen in dem Restaurant geschossen. Unter den Opfern seien auch mehrere iranische Staatsbürger.


SEIT 2003 MEHR ALS 200.000 ZIVILISTEN UMGEKOMMEN

Der vor allem von Schiiten bewohnte Süden gilt eigentlich als stabil. Anders als etwa in der
Hauptstadt Bagdad gab es dort in der Vergangenheit kaum Attentate.
Der IS hatte in den vergangenen Monaten im Irak massive Verluste
erlitten. Zuletzt konnten irakische Regierungstruppen die frühere
IS-Hochburg Mossul im Norden des Landes und die nahe gelegene Stadt
Tal Afar einnehmen. Damit haben die Extremisten den allergrößten Teil
ihres früheren Herrschaftsgebietes im Irak wieder verloren.

Im Irak sind seit Beginn des Zweiten Irakkriegs 2003 mehr als 200.000 Zivilisten ums Leben gekommen (""Statista""-Auswertung), 2017 bisher knapp 11.700.

su mit Reuters, dpa