Eilmeldung

TODO: Add variables

no comment

1836 Kilometer - härtestes Ballonrennen der Welt beendet

Take-off ins Unbekannte. Auf dem Flugplatz Epagny bei Gruyères in der Schweiz starteten 42 der weltbesten Ballonfahrer in 21 Heißluftballons. Ziel des seit 1906 ausgetragenen Gordon Bennett Cup`s ist, so viele Kilometer zurückzulegen wie eben möglich. Die Schweiz, Deutschland und Frankreich waren mit je drei Teams am Start. Die teilweise aus Übersee stammende Konkurrenz war pro Nation mit einer Mannschaft vertreten. Nur die USA hatte zwei Duos aufzubieten. Die Teilnehmer kamen aus insgesamt 13 Nationen.

Geschlossen nahmen die Teilnehmer zunächst Kurs auf Skandinavien oder Polen. Moralischen Rückenwind hatten die Schweizer vom Team SUI-1. Die Lokalmatadoren Kurt Frieden und Pascal Witpraechtiger aus dem Kanton Freiburg hatten in den vergangenen beiden Jahren den Pokal erobert. Diesmal ging ihnen jedoch die Puste aus. Nach 1366,78 zurückgelegten Kilometern und einer Landung in Polen belegten die Titelverteidiger den ehrenhaften zweiten Platz. Dritte wurden wie im Vorjahr die Spanier Anulfo Gonzalez Redondo und Angel Aguirre Rial. Sie kamen auf 1334,24 Kilometer.


Zu neuen Königen der Lüfte kürten sich selbst die Franzosen vom Team FRA-1, Vincent Leys und Christophe Houver. Ihr Erfolgsrezept: als einzigen Teilnehmern gelang es ihnen, einen schmalen Luftkorridor zwischen Kaliningrad und Weißrussland zu nutzen. Dadurch stand ihnen der Luftraum frei zu einem “Durchmarsch” Richtung baltische Staaten. Unterm Strich flogen die Franzosen rund 500 Kilometer weiter als die Konkurrenz, die den Korridor bei Kaliningrad verfehlte und überwiegend in Polen landete.

Litauen, Lettland und dann Estland: erst kurz vor der russischen Grenze hatte das Sieger-Duo wieder Bodenkontakt. Nach exakt 1836,06 Kilometern in der Luft. Der Lohn der neuen Langstreckenhelden: im kommenden Jahr wird der prestigeträchtige “Coupe Aéronautique Gordon Bennett” in Frankreich ausgetragen.

Und so sehen die Sieger von FRA-1 aus:



Verblüffend: Die zweitplatzierten Schweizer trafen trotz unterschiedlicher Routen mitten in Polen auf ihre spanische Konkurrenz.


Mehr no comment