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Enescu-Festival: Drei Wochen Hochkarätiges und "ein Publikum, das zuhört"


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Enescu-Festival: Drei Wochen Hochkarätiges und "ein Publikum, das zuhört"

Eines der Glanzlichter beim diesjährigen George Enescu Musikfestival in Bukarest: Der russisch-israelische Geiger und Dirigent Maxim Vengerov und der armenische Pianist Vag Papian mit César Francks Sonate für Violine und Klavier in A-Dur.



Vengerov ist ein Bewunderer des rumänischen Komponisten und Geigers George Enescu, dem zu Ehren das Festival ins Leben gerufen wurde: “Er war ein großer Geist. Neben allen anderen Eigenschaften war seine Fähigkeit zu lehren wohl die größte, denn er hat eine ganze Generation von Violinisten hervorgebracht, wie Yehudi Menuhin, Ida Haendel, Arthur Grumiaux … eine ganze Generation, die eine weitere Generation inspirierte.”

Wieder beim Festival mit dabei: Der katalanische Gambist Jordi Savall. Der Spezialist für Alte Musik schätzt das Bukarester Publikum: “Die Leute hier hören der Musik wirklich zu, in sehr intensiver Weise, und auch mit großer Sensibilität und goßer Wärme. Und das ist für einen Musiker doch das Beste, was man haben kann, wenn man ein Konzert gibt.”

Savall trat beim Festival an zwei Abenden auf – einmal mit seinem 1989 gegründeten Orchester Le Concert des Nations und mit seinem Ensemble Hespèrion XXI, das sich auf frühe Musik der Iberischen Halbinsel spezialisiert hat.

Die moldawisch-schweizerische Geigerin Patricia Kopatchinskaja spielte in Bukarest Ligetis Violin-Konzert – einer ihrer Lieblingskomponisten. Sie fördert die zeitgenössische Musik mit vielen Uraufführungen eigens für sie geschriebener Werke: “Das ist der Kern dessen, was wir Künstler tun sollten: uns um die zeitgenössische Musik kümmern. Das nächste Mal, wenn sie mich einladen, würde ich gern zeitgenössische Musik der Menschen hier spielen – und auch mit jungen Schülern.”



Zum Abschluss des dreiwöchigen hochkarätigen Programms: zwei Abende mit dem Königlichen Concertgebouw-Orchester Amsterdam unter Chefdirigent Daniele Gatti. Mit dem rumänischen Geiger Liviu Prunaru spielten sie Werke von Weber, Enescu und Prokofjew.


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