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Brände in Kalifornien: Die Zahl der Opfer steigt

Der kalifornische Gouverneur bezeichnet die schweren Waldbrände als "Horror" und eine der "größten Tragödien" in der Geschichte des US-Staates.

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In Nordkalifornien hört der Feuer-Albtraum nicht auf: Starke Winde fachten die Flammen in der Region um den Winzerort Sonoma, etwa 80 Kilometer nördlich von San Francisco, weiter an. Noch mehr Häuser sind abgebrannt, ganze Hügel standen in Flammen.

Nach letzten Angaben ist die Zahl der Todesfälle bei den verheerenden Bränden auf mindestens 40 gestiegen. Laut Behörden können es noch mehr Opfer werden. Hunderte Menschen gelten als vermisst, wie viele es genau sind ist noch unklar.

“Die Intensität des Feuers war unglaublich”, berichtet Feuerwehrchef Jimmy Bernal. “Es gibt viele Vermisste, die noch nicht gezählt wurden. Potenziell könnte es auch noch mehr Tote geben. Das ist wirklich traurig!”

Der kalifornische Gouverneur Jerry Brown spricht von “Horror-Bränden” und bezeichnet sie als eine der “größten Tragödien” in der Geschichte Kaliforniens. Brown hatte zuvor erklärt, die Bekämpfung der Flammen und der Wiederaufbau der Region werde den Bundesstaat viele Milliarden Dollar kosten. Die wirtschaftlichen Schäden in dem berühmten Weinanbaugebiet sind noch gar nicht absehbar.

Die Flammen sollen rund 5700 Häuser und Geschäfte verbrannt haben. Hundertausend Menschen mussten seit Ausbruch der Flammen vor einer Woche evakuiert werden.

Viele Straßen wurden gesperrt, ganze Gebiete haben kein Telefonnetz mehr. Diese chaotischen Verhältnisse machen die Suche nach Angehörigen schwer.

Mehr als zehntausend Feuerwehrleute aus verschiedenen US-Staaten sind in den Katastrophengebieten und derzeit bei 16 großen Bränden im Einsatz. Sie werden von zahlreichen Freiwilligen unterstützt.