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Koalitionspoker beginnt: FPÖ als Königsmacher

"Es ist einer der größten Umbrüche in der Zweiten Republik", sagte der österreichische Politikwissenschaftler Peter Filzmaier von der Universität Krems in seiner Analyse der Parlamentswahl.

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Koalitionspoker beginnt: FPÖ als Königsmacher

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Auf die Wahl in Österreich folgt der Koalitionspoker, bei dem sich die rechte FPÖ als Königsmacher sieht. Infrage käme ein Bündnis sowohl mit den Sozialdemokraten als auch mit der konservativen ÖVP. Politikwissenschaftler Peter Filzmaier von der Universität Krems analysierte im euronews-Interview:“Das ist eine Mitte-Rechts-Partei ÖVP und eine Rechtspartei FPÖ die sind sich in vielen Punkten einig bei einer strikten Zuwanderungspolitik bespielsweise aber auch in der Wirtschaftspolitik, mehr freier Markt, weniger Eingriffe des Staates.”

Erstmals legten ÖVP und FPÖ gemeinsam deutlich zu. Filzmaier wertet das Wahlergebnis als einen der größten Umbrüche in der Zweiten Republik muss unterscheiden, was derzeit auch verhandlungstaktisch gemacht wird und was wirklich gewollt wird. Die ÖVP wünscht sich eine Minderheitsregierung, dann stellt sie alle Regierungsmitglieder. Allerdings spricht sie darüber vielleicht auch nur, um den Verhandlungspreis mit der freiheitlichen Partei insbesondere nicht allzu hoch und zu teuer werden zu lassen.”

Doch auch der Wahlverlierer SPÖ kündigte an, man wolle Verantwortung übernehmen. In welcher Form, werde sich erweisen, sagte SPÖ-Chef und Noch-Kanzler Christian Kern.