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Nobel-Preisgeld aus Rüstungsfonds?

Menschenrechtsorganisationen erheben Vorwürfe gegen die Stiftung.

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Schwere Vorwürfe gegen die Nobelstiftung: Nach Angaben des deutschen Menschenrechts- und Umweltvereins „Facing Finance“, der norwegischen Organisation Framtiden und dem Zweiten Deutschen Fernsehen stammt das Preisgeld, das für den Friedensnobelpreis ausgeschüttet wird, unter anderem aus Geldanlagen in der Rüstungsindustrie.

„Wir haben uns den Jahresbericht der Stiftung angeschaut und haben gesehen, dass die Stiftung unter anderem in Atomwaffenherstellern investiert ist – und zwar in sehr viele. (…) Ich würde davon abraten, das Preisgeld anzunehmen“, sagt Thomas Küchenmeister, Vorstand von „Facing Finance“.

Der Friedensnobelpreis wurde in diesem Jahr der „Internationalen Kampagne zur atomaren Abrüstung“, kurz Ican, verliehen. Dotiert ist die Auszeichnung mit einem Preisgeld in Höhe von 940.000 Euro.