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"Schlimmster Angriff": Katalonien-Konflikt verschärft sich

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"Schlimmster Angriff": Katalonien-Konflikt verschärft sich

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Die katalanische Regionalregierung hat am Abend die spanische Zentralregierung scharf kritisiert. Anlass waren die Zwangsmaßnahmen, die diese beschlossen hatte.

Der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont sprach vom schlimmsten Angriff auf die Katalanen und ihre Einrichtungen seit der Franco-Diktatur.

Er forderte das katalanische Parlament dazu auf, zusammenzukommen und über das weitere Vorgehen zu beraten. Die spanische Regierung wolle demütigen, sagte er; das sei unvereinbar mit einer demokratischen Haltung.

Zuvor hatte die Zentralregierung beschlossen, dass die katalanische Regionalregierung abgesetzt würde. Innerhalb von sechs Monaten sollten außerdem Wahlen zum Regionalparlament ausgerufen werden.

Autonomie und Selbstverwaltung Kataloniens blieben bestehen, sagte Regierungschef Mariano Rajoy. Man setze nur diejenigen ab, die sich außerhalb des Gesetzes und der Verfassung bewegten.

Die Selbstverwaltung werde wiederhergestellt, so Rajoy weiter, damit alle Katalanen zusammenleben könnten und nicht nur die Befürworter der Unabhängigkeit.

Freitag wird über die Vorschläge der Regierung der Senat abstimmen, die zweite Parlamentskammer. Dort hat die Regierung die Mehrheit; außerdem wird sie in dieser Frage auch von anderen Parteien unterstützt.