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Mutmaßlicher Medikamentenpanscher vor Gericht

Einem Apotheker wird vorgeworfen, Krebsmittel gestreckt zu haben.

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Am Landgericht Essen hat der Prozess gegen einen Apotheker begonnen, dem vorgeworfen wird, in über 60.000 Fällen Krebsmedikamente gestreckt zu haben. Anschließend soll er die Mittel aus Habgier zum vollen Preis verkauft haben. Ob die Patienten dadurch Schaden nahmen, ist unklar. Dem Angeklagten wird Betrug, ein Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz und versuchte Körperverletzung zur Last gelegt.

Nebenklägerin Karina Lischenhagen sagt: “Verletzen tut einen neben dieser Ungeheuerlichkeit, die er da gemacht hat, im Endeffekt auch, dass er zu dieser ganzen Sache auch schweigt, dass er sich dazu in keiner Weise äußert und in keiner Weise dazu beiträgt, den Betroffenen Klarheit zu verschaffen, ob sie gepanschte Medikamente bekommen haben oder nicht.”

Der Staatsanwaltschaft zufolge entgingen den Krankenkassen durch den Betrug Einnahmen von über 50 Millionen Euro.