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Flucht aus Nordkorea: Soldat angeschossen

Ein nordkoreanischer Soldat ist geflohen. Er wurde angeschossen. Eventuell muss er operiert werden.

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Flucht aus Nordkorea: Soldat angeschossen

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Im Universitätskrankenhaus Ajou in der Stadt Suwon südlich der südkoreanischen Hauptstadt Seoul wird der Soldat behandelt, dem trotz Schusswunden die Flucht über die streng bewachte innerkoreanische Grenze gelungen ist.

Der Chefarzt erklärt: “Eventuell muss der Soldat operiert werden, das wäre dann am Mittwoch. Und wenn nötig müssen wir weitere operieren am Donnerstag und Freitag. Wir haben mehr als sieben Verletzungen an inneren Organen, einige von ihnen durch Kugeln.”

Der Soldat war bei der Flucht nach Südkorea im Grenzort Panmunjom von nordkoreanischen Grenzposten angeschossen worden. Doch er schaffte es über die Grenze, wo er von südkoreanischen Soldaten gefunden und mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht worden war.

Panmunjom ist der einzige Ort an der über 240 Kilometer langen und vier Kilometer breiten Pufferzone, an dem sich Soldaten beider Länder direkt gegenüber stehen.

Es flüchten gelegentlich nordkoreanische Soldaten über die Grenze nach Südkorea. Aus dem weitgehend abgeschotteten Norden der koreanischen Halbinsel fliehen jedes Jahr zahlreiche Menschen vor Hunger und Unterdrückung. In den meisten Fällen fliehen Nordkoreaner über die Grenze nach China. Viele von ihnen gelangen über dritte Länder nach Südkorea.