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IS-Terror und Hungersnot: Lage im Jemen spitzt sich zu

Der Jemen kommt nicht zur Ruhe: IS-Terror, Bürgerkrieg und Hungersnot lassen die Situation eskalieren.

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IS-Terror und Hungersnot: Lage im Jemen spitzt sich zu

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Bei einem Anschlag auf eine Moschee sind im Jemen sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Viele weitere wurden verletzt. Der sogenannte „Islamische Staat“ bekannte sich zu dem Attentat. Derweil tobt der Bürgerkrieg in dem bitterarmen Land weiter.

Das von Saudi-Arabien geführte Bündnis flog erneut Luftangriffe auf die Hauptstadt Sanaa. Dabei wurde die Funknavigation des Flughafens zerstört. Für die Vereinten Nationen wird es dadurch noch schwieriger, dringend benötigte Hilfsgüter in den Jemen zu bringen. Dabei hatte Saudi-Arabien erst am Wochenende angekündigt, die Blockade der Flug zumindest teilweise aufzuheben.

William Spindler, Sprecher der UN-Flüchtlingshilfe, rief Saudi-Arabien erneut zum Stopp der Blockade auf: „Es kommen keine Lieferungen mehr im Jemen an. Die Preise unentbehrlicher Waren wie Nahrung oder Kraftstoff sind in die Höhe geschossen. Für die Bevölkerung bedeutet das noch mehr Belastung und Leid.“

Seit Tagen schlagen Hilfsorganisationen angesichts der Lage im Jemen Alarm. Sie warnen vor einer Hungerkatastrophe mit Millionen von Toten, wenn Hilfsgüter weiterhin nicht in das Land gebracht werden können.

Vor über einer Woche hatten Saudi-Arabien und seine Verbündeten den Jemen im Kampf gegen die Huthi-Rebellen von der Außenwelt abgeriegelt. Das Bündnis reagierte damit auf den Abschuss einer Rakete durch die Rebellen in Richtung Riad.