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Libyen: Vom Nadelöhr zur Sackgasse für Flüchtlinge

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Libyen: Vom Nadelöhr zur Sackgasse für Flüchtlinge

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In der Nähe der libyschen Hauptstadt Tripolis wurden am Samstag schätzungsweise 270 Migranten von der libyschen Küstenwache aus dem Meer gerettet. Die Menschen waren auf dem Weg nach Italien.

"Gestern Abend sind wir von der Stadt zum Meer gefahren, um mit dem Boot nach Italien zu kommen. Das hat ungefähr 16 Stunden gedauert, aber wir kamen nicht weiter."

Es ist bereits das dritte Mal in vier Tagen, dass die Künstenwache Menschen aufgegriffen hat. Die Gesamtzahl beruft sich damit auf 460.

Amnesty International wies darauf hin, dass 2017 bisher nach offiziellen Angaben 19.452 Menschen von der libyschen Küstenwache auf dem Mittelmeer abgefangen worden seien.

Libyen ist vom Nadelöhr zur Sackgasse geworden, seit die EU in diesem Jahr die Bemühungen intensiviert hat, afrikanische Migranten von der Reise Richtung Norden abzuhalten.

Das nordafrikanische Land ist Transitland für Flüchtlinge aus mehreren afrikanischen Ländern, vor allem aus Guinea, Senegal und Mali. Von dort aus versuchen sie, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen.