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Krieg der (Atom-)Knöpfe zwischen Nordkorea und den USA

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Krieg der (Atom-)Knöpfe zwischen Nordkorea und den USA

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Im Westen nichts Neues – im Osten wenig: Im Psycho-Krieg zwischen den USA und Nordkorea vergleichen Präsident Donald Trump und Staatschef Kim Jong Un jetzt ihre Atomknöpfe.

"Mein Atomknopf ist viel größer und mächtiger als seiner"

Donald Trump US-Präsident

«Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un hat gerade gesagt, dass der «Atomwaffenknopf immer auf seinem Schreibtisch ist», twitterte Trump als Reaktion auf Kims Neujahrsansprache. „Würde jemand aus seinem verarmten und ausgehungertem Regime ihn bitte informieren, dass auch ich einen Atomwaffenknopf habe. Aber er ist viel größer und mächtiger als seiner, und mein Knopf funktioniert!»

Kim hatte zwar weiter mit seinen Atomwaffen gedroht, aber auch eine Teilnahme an den Olympischen Winterspielen in Südkorea im kommenden Monat angedeutet – Gespräche mit dem Süden sind angesetzt. "Wir sollten die eingefrorenen Beziehungen zwischen Süd und Nord auftauen und damit dieses bedeutungsvolle Jahr als besonderes Jahr in die Geschichte der Nation eingehen lassen", hatte Kim am Montag in Pjöngjang gesagt. Das wäre der erste offizielle Dialog zwischen den Koreas seit Dezember 2015. Außerdem wolle man will die suspendierte Kommunikationsleitung zu Südkorea an der schwer bewachten Landesgrenze «wiederherstellen», hieß es im Staatsrundfunk. China ist dafür.

Geng Shuang, Sprecher des chinesischen Außenministeriums:

"China begrüßt und unterstützt konkrete Anstrengungen von Nord- und Südkorea, die Beziehungen zu verbessern, die Lage zu entspannen und zu einer Denuklearisierung der Halbinsel zu kommen," hieß es im Außenministerium.

Nikki Haley, UNO-Botschafterin der USA:

"Nordkorea kann sprechen mit wem es will. Aber die USA werden das weder anerkennen noch würdigen - bis es zustimmt, seine Atomwaffen außer Gefecht zu setzen."

Trump hat eigentlich keinen nuklearen Knopf auf seinem Schreibtisch.

Der nukleare "Fußball" wird von einer Gruppe von Militäroffizieren getragen, wohin der Präsident auch geht.

Nach mehreren Raketentests sieht sich Pjöngjang jetzt nach eigenen Angaben in der Lage, Ziele überall in den USA mit Kernwaffen zu treffen. Kim: Der abschließende Aufstieg seines Landes zur Atommacht sei "das historische Ereignis des Jahres 2017" gewesen.

Die USA und Südkorea reagierten auf diese Ansage Kim Jong Uns mit einem groß angelegten Militärmanöver.

Das kommunistische Nordkorea und das kapitalistische Südkorea sind seit der Teilung des Landes Ende der 1940er-Jahre verfeindet. Nordkoreas Machthaber Kim hat allein in diesem Jahr 20 Raketen testen lassen und den Bau von Atombomben vorangetrieben. Experten zweifeln jedoch noch an der Zielgenauigkeit und Praxistauglichkeit der nordkoreanischen Waffensysteme.

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su mit dpa