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Regierung in Skopje drängt in die NATO

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Regierung in Skopje drängt in die NATO

Skopje
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Ob die NATO-Fahne bald für immer in Mazedonien gehisst werden soll, will Generalsekretär Jens Stoltenberg nun mit der Regierung in Skopje klären. Diese hat erneut um einen Beitritt zum Militärbündnis angesucht. Beim letzten Mal, vor zehn Jahren, hatte ein Streit mit dem benachbarten Griechenland die Verhandlungen gestoppt. Denn: Athen stieß sich am Namen Mazedoniens aufgrund der gleichnamigen nordgriechischen Provinz. Doch nun kommt Bewegung in den festgefahrenen Konflikt.

Er sei erfreut über die ehrgeizigen Ambitionen Mazedoniens, sagte der NATO-Generalsekretär, aber man müsse auch realistisch bleiben, es gäbe noch viel zu tun. Abgesehen von der Namensfrage des Landes, die noch geklärt werden müsse, solle auch die ideologische Ausrichtung mit der der anderen NATO-Länder übereinstimmen. Verbündet sei man nämlich nicht nur durch gemeinsame Interessen, sondern auch durch gemeinsame Werte.

Auf Druck Athens und Brüssels hin verzichtete Skopje bereits 1992 auf jegliche territoriale Ansprüche im gleichnamigen Norden Griechenlands. Außerdem unterschreibt das Land internationale Verträge mit dem Begriff "Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien". Nicht zur Zufriedenheit aller.

Solza Grceva, ehemaliges Mitglied des mazedonischen Parlaments:

"Wir sind hier, um Stoltenberg mitzuteilen, dass wir unseren verfassungsmäßigen Namen nicht ändern wollen."

Neben Mazedonien zeigt jetzt auch Griechenland Gesprächsbereitschaft.

Hier können Sie sich die Pressekonferenz im Originalton anschauen.