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Katalonien: Puigdemont erklärt Unabhängigkeitskampf für gescheitert

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Katalonien: Puigdemont erklärt Unabhängigkeitskampf für gescheitert

Katalonien: Puigdemont erklärt Unabhängigkeitskampf für gescheitert
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Die Unabhängigkeitsbewegung in Katalonien ist am Ende. Das zumindest sieht kein anderer als Separatisten-Chef Carles Puigdemont so.

Der Fernseh-Sender Telecinco enthüllte jetzt die entsprechenden Worte Puigdemonts, die dieser an seinen politischen Mitkämpfer Toni Comín geschickt hatte. Per WhatsApp.

Ein Journalist fotografierte die Nachrichten heimlich von Comíns Handy ab, Puigdemont bestätigte ihre  Echtheit später.

"Die letzten Tage der Republik Katalonien"

So schrieb Puigdemont unter anderem: "Wir erleben die letzten Tage der Republik Katalonien. Madrids Plan hat funktioniert."

Er hoffe, alle könnten nun das Gefängnis verlassen. Alles andere wäre eine historische Blamage.

Es sei vorbei, so Puigdemont weiter. Man sei von den eigenen Leuten geopfert werden. Sich selbst sieht er als Sündenbock.

Er wisse nicht, wie lange er noch lebe, aber er wolle sich jetzt unter anderem dafür einsetzen, seinen Ruf zu schützen.

Der Unabhängigkeitskampf sei vorbei, jetzt müsse er sich selbst verteidigen, so der abgesetzte katalanische Regierungschef, der derzeit im Exil in Belgien lebt, da er von der spanischen Justiz gesucht wird.

"Ich bin ein Mensch und habe Zweifel"

Auf Twitter rechtfertigte sich Puigdemont später für seine WhatsApp-Worte. Er sei ein Mensch und gerate auch schon mal ins Zweifeln, schrieb er und schloss mit der Aussage: Wir machen weiter.

Am Dienstag hatte Puigdemont einen erneuten Rückschlag erlitten. Die Debatte im Regionalparlament in Barcelona über seine Wiederwahl wurde von Parlamentspräsident Roger Torrent auf Anordnung des Verfassungsgerichts in Madrid bis auf Weiteres vertagt.

Seine Aussage, er sei von den eigenen Leute verraten worden, bezieht sich vermutlich auf Torrent.