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Ost-Jerusalem: Abriss von Klassenzimmern

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Ost-Jerusalem: Abriss von Klassenzimmern

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Die Palästinensische Autonomiebehörde hat die Zerstörung von Schulräumen in Ost-Jerusalem durch Israel verurteilt.

Der Bau der zwei einzeln stehenden Klassenräume im überwiegend von Beduinen bewohnten Dorf Abu Nuwar war von der Europäischen Union und mehreren Nichtregierungsorganisatoren gefördert worden.

Israelische Behörden erklärten, die Gebäude seien illegal errichtet worden. Nach palästinensischen Angaben führten von israelischen Sicherheitskräfte abgeschirmte Bauarbeiter den Abriss durch.

Ein neunjähriger Drittklässler sagte:

(SOUNDBITE) (Arabic) THIRD GRADER, NINE-YEAR-OLD, OSAMA YOUNIS, SAYING:

"Sie wollen nicht, dass wir lernen. Immer wenn wir Klassenräume bauen, kommen sie und machen sie kaputt. Wiir bauen auf, sie zerstören."

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Nach palästinensischen Angaben handelte es sich um den fünften Abriss dieser Art auf dem Schulgelände seit dem Jahr 2016.

Immer wieder hätten Anwohner mit Hilfe von der EU und Nichtregierungsorganisationen den Wiederaufbau von Klassenräumen gewagt.

49 (SOUNDBITE) (Arabic) JERUSALEM GOVERNOR, ADNAN HUSSEINI, SAYING:

Der palästinensische Gouverneur von Jerusalem, Adnan al-Hussaini:

"Das Gebiet hier ist vom Siedlungsbau bedroht. Siedlungen umgeben es von allen Seiten, und sie wollen weitermachen. Sie stehlen das Land, um Jerusalem zu umschließen."

01.03

Im Westjordanland und Ost-Jerusalem leben rund 600.000 israelische Siedler.

Aus Sicht der internationalen Gemeinschaft sind alle israelischen Siedlungen illegal und behindern eine Friedensregelung mit den Palästinensern.

Israel beruft sich bei seinem Vorgehen auf fehlende Baugenehmigungen.

Die Palästinenser wollen auf dem Gebiet einen unabhängigen Staat mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt errichten.