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Tapire wieder in Freiheit

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Das größte Landsäugetier Südamerikas, der Tapir, soll wieder in den brasilianischen Wäldern in Freiheit leben und zwar im Regua-Reservat in der Nähe von Rio de Janeiro. Das ist das ehrgeizige Ziel eines Projekts von Biologen und Tierärzten mit dem Namen "Refauna".

Es ist so weit. Die ersten drei in Gefangenschaft aufgezogenen Tapire werden zunächst in ein großes abgezäuntes Gehege gelassen. Es ist eine Mutter ihren Kindern. Ein erwachsener Tapir kann bis zu 250 Kilogramm wiegen.

Chef-Biologe Fernando Fernandez sagt, ohne seinen Kollegen Maron Galliez hätte er das alles nicht geschafft: "Wir haben uns fünf Jahre lang darauf vorbereitet. Jedes Detail. Auf alle Eventualitäten. Maron hier hat mir sehr geholfen, dass dies Wirklichkeit werden kann. Das bedeutet mir sehr viel."

Tapire baden gern.

Nach einem Monat im abgezäunten Riesengehege werden die Tapire kurz betäubt und bekommen ein GPS-Kragen um. Schätzungsweise seit 1914 hat es hier keine Tapire mehr in Freiheit gegeben. Sie waren wegen ihres Fleisches und ihrer Häute gejagt worden.

An mehreren Stellen im Regua-Reservat sind Kameras aufgestellt. Die Menschen, die in der Nähe des Regua-Reservats leben, werden über das Projekt informiert. Insgesamt sollen 2018 elf Tapire in die Freiheit entlassen werden.