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Mordfall Kuciak: Verstrickungen der kalabrischen Mafia

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Mordfall Kuciak: Verstrickungen der kalabrischen Mafia

Mordfall Kuciak auf den süditalienischen Titelseiten
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Michele Carlino
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Nach dem Doppelmord an dem slowakischen Enthüllungsjournalisten und seiner Verlobten wird auch im italienischen Dorf Bova Marina ermittelt. Dort kommt Antonio Vadalà her, einer der Verdächtigen, die im Zuge des Mordes an Ján Kuciak in der Slowakei verhaftet wurden.

Vadalà lebte seit 2003 in Bova Marina, wo er ein einflussreicher Geschäftsmann war. Auch in dieser kalabrischen Stadt füllt der Mord die Titelseiten.

Euronews-Reporter Michele Carlino traf Menschen in den Straßen, die Vadalà persönlich kannten oder mit ihm verwandt waren. "Wir sind sehr überrascht, das hätten wir nicht gedacht, aber als Außenstehender kann man nicht urteilen," sagt ein Passant. "Ich kenne seine Familie. Ich bin über mehrere Ecken mit ihr verwandt," sagt ein Kalabrier, der anonym bleiben möchte. "Sie waren in illegale Angelegenheiten verstrickt. Ich wusste, dass sie zwischen Italien und der Slowakei hin- und herreisten. Jeder will hier weg, um es irgendwo anders besser zu haben."

Der ermordete Journalist war offenbar in seiner Untersuchung auf mögliche Verbindungen der italienischen Mafia zu slowakischen Regierungsmitarbeitern und Politikern gestoßen.

Michele Carlino, Euronews: "Von Bova Marina nach Bratislava, von Mitgliedern der Mafia zu reichen Geschäftsmännern in Osteuropa. Der Hintergrund des Mordes an Ján Kuciak wirft ein neues Licht auf die internationalen Verstrickungen der kalabrischen 'Ndrangheta."