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Lokalaugenschein: Schockierte Bewohner in Salisbury

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Lokalaugenschein: Schockierte Bewohner in Salisbury

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Salisbury im Süden Englands. Statt der üblichen Kleinstadtidylle gibt es jetzt Polizeiabsperrungen und schockierte Bewohner. Der frühere russische Doppelagent Sergej Skripal, der für Großbritannien spionierte, ist hier mit seiner Begleiterin vergiftet worden. Beide befinden sich in kritischem Zustand und werden im Krankenhaus behandelt. Euronews-Korrespondent Vincent McAviney hat sich am Tatort umgesehen:

"Das hier ist die Filiale von Zizzi, einer italienischen Kette, in der Sergei Skripel und seine Tochter Julia am Sonntagnachmittag noch zu Mittag aßen. Sie verließen dieses Restaurant, gingen um die Ecke und wurden danach von Passanten auf einer Bank aufgefunden, in einem apathischen Zustand.

Jetzt hat die Polizei dieses Restaurant sowie eine Kneipe an der Straße abgeriegelt und führt forensische Ermittlungen durch. Sie wurde dabei öfters von Passanten gefragt, was denn los sei. Bis jetzt sind aber noch keine Details der Ermittlungen durchgesickert. Das einzige was wir wissen: Nichts wird momentan ausgeschlossen.

Jeder, mit dem ich in dieser ruhigen Domstadt gesprochen habe, ist schockiert, dass so etwas hier passieren konnte."

"Das ist nicht Salisbury"

Bewohnerin von Salisbury:"Ziemlich schockierend, wirklich, ja, ich habe Gänsehaut, oh mein Gott, denn ich lebe ja hier. Man glaubt nie, dass so etwas in seinem eigenen Ort passiert, dort wo man lebt."

Ein Paar: (Mann) "Es klingt einfach wie ein alter Film, ein James-Bond-Film, wirklich. Das ist nicht Salisbury" (Frau) "...besonders nicht in Wiltshire, was nicht sehr bekannt ist, oder?"

Die Kneipe "The Mill" im Einkaufszentrum von Salisbury. Genauso wie das italienische Restaurant bleibt auch sie nach diesem Vorfall fürs Erste geschlossen.