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Internationales Filmfestival und Forum für Menschenrechte Genf 2018

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Internationales Filmfestival und Forum für Menschenrechte Genf 2018

Internationales Filmfestival und Forum für Menschenrechte Genf 2018
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Das Internationale Filmfestival und Forum für Menschenrechte ist eine der führenden Veranstaltungen dieser Art in Europa. Das Festival fand im März parallel zur jährlichen Haupttagung des UN-Menschenrechtsrates in Genf statt. Besonderer Anlass ist der 70. Jahrestag, der Annahme der “Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte” im Jahr 1948.

Der diesjährige Gewinner des Grand Prix für den besten Dokumentarfilm ist der Film “Stranger in Paradise” von Guido Hendrix.

Der holländische Dokumentarfilm spielt in einem Klassenzimmer in Sizilien, wo ein Lehrer drei verschiedene Gruppen von neu angekommenen Flüchtlingen aufnimmt. Jedes Mal nimmt er eine andere Haltung ein.
Erst abweisend im ersten Teil, dann voller Einfühlungsvermögen im zweiten Teil und strikt nach Gesetz im dritten Teil.

Der Preis der Weltorganisation gegen Folter “OMCT” ging an den Film “Libyen: Krieg durch Vergewaltigung” von Cécile Allegra:

“In Libyen plündern, kidnappen und foltern Hunderte von Milizen. Vergewaltigung wird als systematische Waffe der Zerstörung und Erniedrigung benutzt. Auch Männer werden in Gefängnissen vergewaltigt. Wie wie für Frauen, geht es auch für diese Männer darum, ihre Familien und ihre Gemeinschaft über Generationen hinweg zu entehren”.

Dazu die Regisseurin Cécile Allegra:

“Es ist wirklich eine Vergewaltigungsmaschine, die im ganzen Land aktiv und systematisch ist. Das Ziel dieser Maschine ist es, zu dominieren, die Leute zu unterwerfen und die Gegner aus der politischen Landschaft zu eliminieren. Es ist also eine Verlängerung des Krieges durch Vergewaltigung und es ist ein Versuch, ganze Teile der männlichen Bevölkerung im Land zu eliminieren”.

“Kino kann und muss mehr sein als Unterhaltung. Dieses Festival möchte das Bewusstsein dafür schärfen, was in unserer Welt schief läuft und auf die täglichen Gräueltaten rund um den Globus aufmerksam machen”.

Wolfgang Spindler aus Genf, für euronews.

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