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Was der Westen erwarten kann - Russland hat gewählt

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Was der Westen erwarten kann - Russland hat gewählt

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euronews Reporterin Galina Polonskaya hat den Experten für russische Innenpolitiik Andrei Kolesnikov vom Moskauer Carnegie Center gefragt, was der Westen in der nächsten Amtszeit von Wladimir Putin erwarten kann.

"Ich denke, dass Putin nicht zufällig sagt, dass alles im fluss ist, sich alles ändert. Er lässt alles offen, und ich denke, dass er überhaupt keine Strategie hat, für kein Thema. Die Botschaft an das Parlament sind die Ausgaben des Staatshaushalts, mehr nicht, das ist keine Strategie."

"Ich erwarte, dass zumindest die ersten Jahre seiner neuen Regierung eine Wiederholung seiner letzten Amtszeit seit 2012 sein wird. Die langsame Verschlechterung der Situation im politischen Sektor, die Einschränkung der politischen Freiheiten und der unabhängiger Organisationen, die Einschränkungen für die Zivilgesellschaft sind sehr ernst. Die Freiheit ist fast verschwunden, aber offensichtlich ist es manchem immer noch zuviel."

"Die Konfrontation mit dem Westen wird natürlich weitergehen, sie ist die Voraussetzung, um Politik zu militarisieren, es ist das Konzept einer belagerten Festung. Wir alle werden angegriffen - wir verteidigen uns nur selbst, das ist die Grundlage der Putinschen Bewegung, deshalb scharen sich die Wähler um ihn, das ist im Ergebnis die Grundlage seines Wahlsieges. Und deshalb ist es nach dem Skripal-Fall noch schwieriger geworden, überhaupt bessere Beziehungen zum Westen suchen zu wollen, und für den Westen ist es noch schwieriger geworden, mit Partnern zu kommunizieren, die alle Anschuldigungen zurückweisen, die nicht kooperieren wollen. Zur Zeit gibt es nur gegenseitige Anschuldigungen, und ich denke, es wird noch einen Zeit so weiter gehen, zur Zeit gibt es einfach keinen Grund für eine ernsthafte Zusammenarbeit."