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Eltern in London 'töten und verbrennen' französisches Au-pair (21)

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Eltern in London 'töten und verbrennen' französisches Au-pair (21)

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Facebook/Sophie Lionnet
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Ein französisch-algerisches Ehepaar steht in London vor Gericht, weil es sein französisches Kindermädchen ermordet und verbrannt haben soll.

Am zweiten Prozesstag erzählten die Feuerwehrmänner von dem Fund der Leiche. Demnach hätten sie Schmuck sowie Körperteile in einem Lagerfeuer im Garten der Angeklagten gefunden, darunter eine Hand und eine Nase.

Darauf angesprochen habe der Familienvater behauptet, er habe ein auf einem Bauernhof gekauftes Schaf verbrannt.

Sabrina K. (35) und ihr Partner Ouissem M. (40) werden des Mordes an der 21-jährigen Sophie L. beschuldigt. Sie gaben zu, versucht zu haben, die Leiche zu entsorgen, den Mord streiten sie aber ab. Sie plädierten auf nicht schuldig.

Das Paar hielt das Mädchen angeblich gefangen und beschuldigte sie, Verbrechen begangen zu haben.

Staatsanwalt Richard Horwell sagte am Dienstag vor der Jury am Zentralen Strafgerichtshof Old Bailey, das Paar habe geplant, Sophies Tod durch das Verbrennen der Leiche zu vertuschen.

"Sie wollten Sophies Leiche entsorgen und ihr Verschwinden durch eine erfundene Geschichte erklären, wonach das Mädchen ihren Arbeitsplatz verlassen und nach Frankreich zurückgekehrt sein soll."

Laut Horwell wurde der Plan vereitelt, nachdem am 20. September 2017 ein Nachbar die Behörden wegen des Feuers im Garten rief. Die sterblichen Überreste der jungen Frau wurden in diesem Zuge entdeckt.

Zwei Tage später wurde das Paar angeklagt.

In der Anklage heißt es zudem, das Au-pair sei unterbezahlt gewesen, man habe sie geschlagen und ihr nicht genug zu essen gegeben. Sie hatte mit der Familie in einer Wohnung in Wimbledon gelebt. Dort hatte sie sich um die 3-jährige Tochter und den 6-jährigen Sohn des Paares gekümmert.

Der Familienvater sei "rachsüchtig, anmaßend und kontrollierend" gewesen. Das Mädchen beschrieb er als "ängstlich, klaglos und besonders anfällig für Manipulationen und Drohungen".

Der Prozess am Londoner Gericht soll voraussichtlich fünf Wochen dauern.