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Keine Popmusik mehr Richtung Norden

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Keine Popmusik mehr Richtung Norden

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Kurz vor dem Gipfeltreffen mit Nordkorea hat Südkorea einen Schritt zur Entschärfung des Propagandakriegs zwischen beiden Ländern gemacht: Die Lautsprecher-Beschallung an der Grenze in Richtung Norden wurde vorläufig eingestellt. Das Gipfeltreffen findet am Freitag statt.

Es ist das erste Mal seit mehr als zwei Jahren, dass Südkorea keine laute Popmusik oder Kritik an der Führung von Machthaber Kim Jong Un per Lautsprecher über die Grenze sendet.

Ob Nordkorea seine eigenen Propaganda-Durchsagen gestoppt hat, war zunächst unklar. Beide Seiten hatten ihre gegenseitige Propaganda-Beschallung 2015 ausgesetzt. Doch als Reaktion auf einen neuen Atomtest durch Nordkorea nahm Südkorea die Lautsprechersendungen im Januar 2016 wieder auf. Damals hieß es, die Lautsprecheranlagen seien an elf Stellen entlang der rund 240 Kilometer langen Grenze wieder in Betrieb genommen worden.

Ende März hatten sich Gesandte aus dem Norden und dem Süden in Panmunjob in der entmilitarisierten Zone getroffen und sich auf das Gipfeltreffen am Freitag geeinigt.

Der südkoreanische Präsident Moon Jae-in will mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un neben dem Abbau des nordkoreanischen Atomprogramms auch über die Bedingungen für einen dauerhaften Frieden auf der koreanischen Halbinsel reden.

Zudem sind persönliche Gespräche zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump geplant, möglicherweise Ende Mai oder Anfang Juni.

Nordkorea hatte vergangene Woche bekanntgegeben, die Atomtests seien erst einmal ausgesetzt.