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Flamenco für alle!

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Vor acht Jahren hat Tanzlehrer José Galán eine integrative Flamenco-Kompanie gegründet, die behinderte Menschen und Künstler zusammenbringt.

"Flamenco ist ein Gefühl, und Gefühle kennen keine Grenzen".

Jose Galán, Tanzlehrer

Eines der Ziele des Tanz-Ensembles ist es, mithilfe von Flamenco soziale Integration zu schaffen und die Kunstform gleichzeitig als didaktische Grundlage zu nutzen. Es werden Workshops und Kurse für unterschiedliche Zielgruppen organisiert, darunter auch Blinde oder Personen die Hirnschäden erlitten haben.

José Galán: “Der Zweck meiner Kompanie und der Workshops ist es, Flamenco wirklich allen Menschen zugänglich zu machen und natürlich etwas Neues und Anderes aus dieser Kunst zu machen.

An José Galáns Workshops nehmen Blinde, Menschen mit Down-Syndrom und Menschen mit körperlicher Behinderung teil. Er versucht, seinen Schülerinnen und Schülern die Grundlagen der Körperhaltung und der Flamenco-Rhythmen zu vermitteln. Dabei legt er besonderes Augenmerk auf die Improvisation und die individuelle Ausdrucksweise.

Tanz wird in diesen Workshops als Therapie eingesetzt, um die Lebensqualität zu verbessern. Zum einen auf der körperlichen Ebene, da die Kondition und die Kontrolle über die eigenen Bewegungen verbessert werden, zum anderen das Kognitive, was Konzentration und Gedächtnis betrifft und nicht zuletzt die affektiv-soziale Ebene: Motivation, Teamarbeit, mehr Selbstwertgefühl sowie der Fokus auf Sensibilität und Kreativität.

Lola Lopez: “Seit ich José Galáns Kompanie entdeckt habe, ist Flamenco für mich mehr als nur Tanz. Es ist eine Kunstform, mit der ich meine Gefühle und alles, was ich in mir trage, ausdrücken kann.

Vor zwei Jahren wurde Jose Galán mit dem Solidaritätspreis der spanischen Blindenorganisation ausgezeichnet: Und zwar für sein “mutiges Engagement”, mit dem er integrative Aufführungen entwickelt, und dafür, dass er neuen Talenten eine Chance gibt.

Seit seiner Gründung hat die Tanzkompanie neun Vorstellungen bei wichtigen Flamenco-Events aufgeführt, wie etwa bei La Bienal in Sevilla oder Flamenco-Festivals in Luxemburg und Düsseldorf. Darüber hinaus nehmen sie regelmäßig an internationalen Veranstaltungen zum Thema Kunst und Behinderung teil. Denn, wie José Galán sagt, “Flamenco ist ein Gefühl, und Gefühle kennen keine Grenzen”.