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LKW- und Busfahrer in Iran streiken weiter

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LKW- und Busfahrer in Iran streiken weiter

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In Iran streiken schon seit einer Woche inzwischen in allen Provinzen des Landes die LKW-Fahrer. In vielen Städten haben sich die Busfahrer dem Streik angeschlossen. Der Protest richtet sich gegen die geringen Einkommen der Fahrer und hohe Kosten. Sie fordern auch soziale Mindestrechte für die Fahrer. Die iranische Regierung hat nach mehreren Streiktagen eine Erhöhung der an die Fahrer bezahlten Tarife angeboten, aber die Protestaktionen dauern an.

In der Region Isfahan beteiligen sich auch Bauern an den Protest-Konvois der Lastwagenfahrer, die hupend durch die Straßen zogen. Die Polizei versuchte offenbar, die LKW-Konvois zu verhindern. Viele Streikende hatten ihre Forderungen nach "Gerechtigkeit für die Arbeiter im Transport" auf Poster geschrieben und an den Trucks angebracht.

An den wenigen noch offenen Tankstellen bildeten sich lange Schlangen. Offenbar ist Benzin durch den Streik schon teurer geworden. Staatliche Behörden versuchten in einigen Städten wie in Chiraz, die Tankstellen durch eigene Lieferungen trotz der Proteste weiter mit Treibstoff zu versorgen.

Die Revolutionsgarden (IRGC) und der Geheimdienst haben laut mehreren Berichten von Oppositionsmedien versucht, die Streikenden einzuschüchtern, indem sie die LKW-Fahrer per SMS bedrohten oder zu Befragungen einbestellten.

Mitte Mai hatten auch U-Bahn-Fahrer in Teheran für höhere Einkommen gestreikt.

Da auch Grenzstationen durch die Proteste der LKW-Fahrer blockiert werden, gibt es offenbar inzwischen Probleme beim Import und Export von Waren.