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Valencia begrüßt Flüchtlingsschiff "Aquarius"

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Valencia begrüßt Flüchtlingsschiff "Aquarius"

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Die Menschen hier in den Straßen von Valencia zeigen ihre Solidarität mit den mehr als 600 Migranten von der Aquarius. Die Entscheidung Spaniens, die Menschen aufzunehmen, findet bei vielen hier Applaus:

"Hier können sie wenigstens ein besseres Leben haben als in Afrika, aber es ist nicht leicht".

Viele Valencianer sagen, sie seien stolz auf die Entscheidung ihrer Stadt und der Regierung. Während viele der Neuankömmlinge an andere Orte gebracht werden, so wird auf jeden Fall das jüngste der 123 Kinder an Bord in Valencia bleiben.

"In meinem Freundes- und Bekanntenkreis finden alle die Entscheidung der Stadtverwaltung gut. Es stimmt: In sozialen Netzwerken, speziell Twitter, konnte ich Leute finden, die komplett dagegen sind. Aber das ist eine Minderheit".

Schon 2015 hatte Valencia vor, syrische Flüchtlinge aufzunehmen, was letztlich aber nicht passiert ist. Die neue, sozialistische Regierung Spaniens will nun auch diesen Flüchtlingsplan umsetzen.

Dazu der Bürgermeister von Valencia, Joan Ribo:

"Die EU muss sich an ihre Verpflichtungen halten. Sie muss ihre Regeln einhalten ebenso wie internationale Zusagen. Die Aufnahme von Flüchtlingen in einem Hafen zu verweigern, widerspricht auch den Abkommen mit den Vereinten Nationen und das wissen die entsprechenden Länder sehr genau. Wir wollen diesen Schritt gehen, denn Valencia ist eine solidarische Stadt".

Der Hafen, wo die Migranten auf italienischen Schiffen ankommen werden, ist der größte im Mittelmeerraum. Normalerweise werden hier Waren umgeschlagen. Jetzt stehen neue Herausforderungen an.

"Die Behörden versichern, dass es genügend Mittel gibt, obwohl sie sagen, sie seien diese besondere Form der Ladung, die jetzt hier eintrifft, nicht gewohnt. Gleichzeitig werden in ganz Spanien Freiwillige gesucht, um den Flüchtlingen zu helfen. Die Presse hatte Zugang zu diesem Ort dank der intensiven Aktivitäten, die hier bereits stattfinden und so auch in den kommenden Tagen weitergehen werden".