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Kim in China, US-Manöver in Südkorea abgesagt

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Kim in China, US-Manöver in Südkorea abgesagt

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Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un ist zum dritten Mal dieses Jahr in Peking zu Gesprächen mit der chinesischen Führung. Während dort wohl die Ergebnisse des Gipfels von Singapur Thema sind, löst US Präsident Trump eine erste Zusage ein und hat die Planungen für ein gemeinsames Großmanöver mit Südkorea im August gestoppt. Er kommt damit nordkoreanischen und chinesischen Interessen entgegen.

Jetzt muss sich zeigen, wie ernsthaft seinerseits Kim die eher allgemeinen Zusagen des Gipfels umsetzen wird.

Kim Donggil, Direktor des Korean Peninsula Centre an der Universität Peking weist auf Spekulationen zurück:

"Es ist noch zu früh, um zu sagen, die Nordkoreanische Regierung fange jetzt an, mit Amerika und China zu spielen. Klar ist aber, dass China, die chinesische Regierung die einzigen sind, die die nordkoreanische Regierung unterstützen."

Bis zu 20.000 amerikanische Soldaten üben einmal jährlich gemeinsam mit Südkorea. Das Pentagon hatte stets betont, die Übungen seien rein defensiver Natur.

Yang Mu-jin, Professor an der University of North Korean Studies in Seoul

"Die Aussetzung (des Manövers) Freedom Guardian ist sinnvoll, es reduziert die Sicherheitsrisiken auf der koreanischen Halbinsel und kann die Denuklearisierung Nordkoreas vorantreiben. Ich glaube nicht, dass das zu größeren Probleme bei der Verteidigungsfähigkeit des Bündnisses oder des südkoreanischen Militärs führen wird."

Nordkorea hatte seit langem ein Ende der regelmäßigen amerikanisch - südkoreanischen Manöver fordert. Der Stopp der Planungen gilt als Konzession, sowohl an Nordkorea als auch an China, das als der eigentliche Gewinner von Singapur gehandelt wird.