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Menschenhandel: 6 tote Kinder im Kühllaster in Libyen

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Menschenhandel: 6 tote Kinder im Kühllaster in Libyen

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In einem Kühllaster in der libyschen Stadt Zuwara sind 100 eingepferchte Migranten gefunden worden. Acht von ihnen waren tot. Darunter sechs Kinder.

Nach Angaben der Behörden ließen Schleuser den Lastwagen mit den Flüchtlingen einfach stehen. Die Überlebenden seien zudem ins Krankenhaus gebracht worden. Dazu der Sicherheitssprecher Hafez Moamar:

"Im LKW waren neben den Migranten auch Benzinkanister. Die austretenden Dämpfe verursachten Erstickung und Panik, was acht Tote zur Folge hatte. 80 oder 90 Personen wurden gerettet und sind bei guter Gesundheit."

Unterstützung von EU zugesagt

Libyen - für Flüchtlinge weiterhin ein wichtiges Transitland auf dem Weg nach Europa. Die EU hat zuletzt mehr finanzielle Unterstützung zugesagt, auch wenn die Zahl der aus Libyen kommenden Migranten dieses Jahr zurückgegangen ist.

Katastrophale Bedingungen für Migranten

Während die neue italienische Regierung das nordafrikanische Land zu einem sicheren Hafen erklären will, zeigen die acht Toten im Laster ein anderes Bild. Im politisch sehr instabilen Libyen haben sich große Netzwerke für den Menschenhandel etabliert. Zahlreiche Migranten werden zudem in Lagern oder Gefängnissen festgehalten und laut Menschenrechtsorganisationen systematisch misshandelt.