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Staatsaffäre: Ermittlungen gegen Macrons Leibwächter Benalla

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Staatsaffäre: Ermittlungen gegen Macrons Leibwächter Benalla

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Die Pariser Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen Alexandre Benalla eingeleitet. Der Skandal rund um den Sicherheitsmitarbeiter von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ist damit zur Staatsaffäre geworden.

Benalla soll bei einem Polizeieinsatz am 1. Mai gegen einen Demonstranten gewalttätig vorgegangen sein. Dabei soll er Polizeihelm und Polizeiarmbinde getragen haben, obwohl er nicht als Ordnungshüter im Einsatz war. Drei Polizisten sollen ihm danach Videobilder des Zwischenfalls weitergeleitet haben. Sie wurden nun ebenfalls unter richterliche Aufsicht gestellt.

Macrons größte Krise?

Die Benalla-Affäre gehört zu den größten Krisen der Amtszeit Macrons. Die Opposition vermutet eine Vertuschung und erhebt Vorwürfe:

"Keine einzige Mitteilung von Macron zum Thema Benalla seit drei Tagen, Keine Reaktionen vonseiten des Präsidenten, und das bei einem so ernsten Skandal. Ist Ihnen das klar, meine lieben Kollegen?", sagte der Parteivorsitzender der Republikaner Christian Jacob bei einer Rede im französischen Unterhaus (Nationalversammlung).

Anhörung im Parlament

Am Montag muss sich der französische Innenminister Gérard Collomb den Fragen der Parlamentsabgeordneten stellen. Die Anhörung soll Klarheit darüber schaffen, was die Regierung von diesem Zwischenfall wusste, der erst vor wenigen Tagen durch die französische Tageszeitung "Le Monde" aufgedeckt worden war. (DPA)