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Trauriger Hockenheim-Abschied für Vettel

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Trauriger Hockenheim-Abschied für Vettel

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"Wunder geschehen" haben die Kollegen Lewis Hamilton zugefunkt. Bei der Formel 1 in Hockenheim war der Brite vom 14. Platz gestartet, am Ende erreichte er als Erster das Ziel. Enttäuschend war der Tag dagegen für Sebastian Vettel. Er lenkte seinen Ferrari bei Gewitterregen in die Leitplanke, zu spät gebremst, kommentierte er selbst seinen Fehler.

Zweite und dritte Platz gingen nach Finnland, einmal an Valtteri Bottas im Mercedes und Kimmi Räikkönen im Ferrari.

In der Gesamtwertung überholte Hamilton Sebastian Vettel und setzte sich mit dem überraschenden Sieg wieder an die Tabellenspitze.

Bei der Konstrukteurswertung führt Mercedes mit 310 Punkten, das sind acht Punkte Vorsprung vor Ferrari.

Abschied von der Formel 1

Es war das vorerst letzte Formel-1-Rennen auf dem traditionsreichen Hockenheimring, das vorerst letzte in Deutschland. Während sich im Nachbarland Österreich der Red Bull Ring in Spielberg als Austragungsort etabliert hat, steht das "Autoland Deutschland" vorerst ohne Rennstrecke da. Heimat von Stars wie Vettel und Schumacher, doch bereits Ex-Formel-1-Chef Bernie Ecclestone nörgelte, dass in Deutschland nur Geld für Fußball übrig sei. Der Motorsport bleibt außen vor.

Tatsächlich spielen die deutschen Rennstrecken beim Wettstreit um das beste Angebot nicht so richtig mit. Während Abu Dhabi schätzungsweise 43 Millionen Euro Antrittsprämie zahlt, versuchten die Verantwortlichen des Hockenheimrings es angeblich mit zwölf Millionen Euro.

Und überhaupt, warum der Hockenheimring? Fragt man Lewis Hamilton, würde der sich wohl eher eine Rückkehr auf den Nürburgring wünschen. Entsprechendes verlautbarte er in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. "Das ist die längste Rennstrecke der Welt. Sie hat einen besonderen Charakter, die vielen fantastischen Kurven, es geht über Berg und Tal", sagte der Brite über die Nordschleife. Hockenheim kann da nicht mithalten.

Am Nürburgring haben sie übrigens ein entsprechendes Angebot an die Besitzer der Formel 1 gemacht, allerdings ohne finanzielles Angebot. Der Wille ist jedenfalls da in Deutschland, das zeigten auch die 70 000 Fans, die das Rennen am Sonntag in Hockenheim besuchten. Um sich darauf einzulassen, bräuchte die Formel 1 einfach ein Wenig Demut in finanzieller Hinsicht.