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Auf diesem Exoplaneten ist außerirdisches Leben am wahrscheinlichsten

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REUTERS/NASA/Ames/JPL-Caltech/T. Pyle/Handout SHARE THIS
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Eine "Super-Erde" etwa 1.400 Lichtjahre entfernt ist der wahrscheinlichste bekannte Planet außerhalb unseres Sonnensystems auf dem außerirdisches Leben entstehen könnte, so eine neue Studie.

Kepler-452b, ein Planet etwa eineinhalb Mal so groß wie die Erde, befindet sich in der richtigen Position, um Bedingungen für Leben zu schaffen, wie Forscher der Universität Cambridge und des Medical Research Council Laboratory of Molecular Biology herausfanden.

"Wir sind der Meinung, dass Kepler-452b der wahrscheinlichste Exoplanet ist, von dem wir wissen, auf dem es Leben geben könnte, sagte der Hauptautor der Studie, Paul Rimmer gegenüber Euronews. "Wegen seines Sterns, Kepler-452, und wegen seiner Entfernung zum Stern entstanden könnte dieses Leben enstanden sein".

Kepler-452 ist die gleiche Art von Stern wie unsere eigene Sonne und produziert wahrscheinlich genug UV-Licht, um eine Reihe von chemischen Reaktionen in Gang zu setzen, die die Bausteine des Lebens produzieren- Gleichzeitig hat der Planet auch den richtigen Abstand vom Stern, damit flüssiges Wasser stabil auf seiner Oberfläche existieren kann, erklärte Rimmer.

Seine Lage innerhalb der "Abiogenesezone" und der "bewohnbaren Region" ist der Erde so ähnlich, dass der Exoplanet als "Cousin der Erde" bezeichnet wird.

Doch trotz ihrer Ähnlichkeiten bleibt vieles über den Planeten, der im Jahr 2015 entdeckt wurde, unbekannt.

"Kepler-452b ist größer als die Erde. Das bedeutet vielleicht nur, dass es ein größerer Brocken ist, und sonst genau wie die Erde. Oder er könnte auch vollständig mit Wasser bedeckt sein. Oder vielleicht ist er in eine Wasserstoffhülle gehüllt, eher wie ein warmer Neptun", sagt Rimmer.

"In dieser Hinsicht könnte der Exoplanet etwas anders oder fast völlig anders sein als die Erde. Wir wissen es nicht."

Rimmer merkte an, dass Kepler-452b zwar der wahrscheinlichste Exoplanet ist, von dem wir wissen, auf dem Leben entstanden sein könnte, dass es aber auch andere nähere Planeten gibt, auf denen sich die "Bausteine des Lebens leichter gebildet haben könnten", die aber noch nicht gefunden wurden.

Die Wissenschaftler bauen nun einen Simulator, um das Licht verschiedener Sterne exakt zu reproduzieren.

"Wir planen, die Chemie mit diesem Simulator zu testen, um zu sehen, welche Art von Lichtsignal nötig ist, um die Bausteine des Lebens herzustellen", sagte Rimmer.