На здоровье! Zum Wohl! Der Wodka hat sein eigenes Museum

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Von Frank Weinert
Wodka ist museumsreif
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Nüchtern betrachtet ist dieses Museum in Sankt Petersburg vielleicht eines der außergewöhnlichsten in Russland. Freunde des ebenso hochprozentigen wie beliebten Nationalgetränks kommen hier ganz auf ihre Kosten. Besuch im Museum für Wodka.

Erstmal müssen hier einige Vorurteile weggespült werden, findet Anastasiya Anufreykova, die durchs Museum für russischen Wodka: führt: "Viele halten die Russen für Säufer, es gibt das Klischee, dass viele Menschen alkoholabhängig sind, und das war schon immer so. Wir möchten in unserem Museum zeigen, dass die Menschen in der Tat kulturell getrunken haben und dass sich eine Trinkkultur entwickelt hat. Die Menschen haben versucht, schön und exquisit zu trinken. Sie haben sich nicht besoffen."

Traditionell brennen viele Russen ihren Wodka selbst und nicht so ganz offiziell. Zu sehen gibt's den passenden Handschuh zum Schwarzbrennen.

Es geht aber auch richtig edel und teuer. Ein Wodka kann auch schon mal umgerechnet über 6.000 Euro kosten. Das eigentlich Teure daran dürfte allerdings die handgefertigte Kristallflasche sein.

In Sowjetzeiten ging es vor allem ums Nicht-Trinken. Ob Warnplakate jemandem vom Wodka ferngehalten haben?

Anastasiya Anufreykova zeigt ein ganz besonderes Exponat: "Dies ist eine Medaille für das Trinken, eingeführt von Peter dem Großen: Sie wurde den Trinkern eine Woche lang um den Hals gehängt. Sie wog etwa sieben Kilogramm, und es war unmöglich, sie abzunehmen. Aber nach dieser Zeit konnten die Leute in eine Trinkhalle kommen und ein kostenloses Getränk bekommen/kriegen. Wahrscheinlich hatten wir dank dieser Strafe diese berühmte russische Geste [zeigt die Geste, mit dem Finger auf den eigenen Hals zu klopfen], wenn wir jemanden zum Trinken einladen."

Prost Mahlzeit! Im Museum gibt es auch ein Restaurant. Na, was wird da wohl serviert? Klar: Wodka mit kleinen Snacks, den Zakuski. Nüchtern betrachtet: Zum Wohl! Na sdarowje!