Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Aufruhr auf den Salomon-Inseln

Access to the comments Kommentare
Von su  mit dpa, AFP
Aufruhr auf den Salomon-Inseln
Copyright  Piringi Charley/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved.

Auf den Salomon-Inseln im Südpazifik hat die Polizei nach tagelangen gewalttätigen Protesten mehr als 100 Menschen festgenommen. Sie würden verdächtigt, an Ausschreitungen und Plünderungen beteiligt gewesen zu sein, so die Polizei. Die Behörde rief dazu auf, nicht weiter zu plündern und Gebäude in Brand zu stecken. Sonst drohten weitere Festnahmen, hieß es. 

In der Hauptstadt Honiara hatten Demonstranten seit Mittwoch den Rücktritt von Ministerpräsident Manasseh Sogavare gefordert - dieser lehnte ab.

Bei Ausschreitungen seien seither zahlreiche Gebäude, darunter das Parlament und Häuser von Regierungsmitgliedern, angegriffen und teils niedergebrannt sowie Geschäfte geplündert worden, berichteten Medien. Am Freitag trafen aus Australien und Papua-Neuguinea entsandte
Sicherheitskräfte ein, die die Polizei vor Ort unterstützen sollten. Die Regierung verhängte bis auf Weiteres eine nächtliche Ausgangssperre in Honiara.

NOT DURCH PANDEMIE

Der kleine Inselstaat hatte 2019 mit Taiwan gebrochen und diplomatische Beziehungen mit der Volksrepublik China aufgenommen. Die Entscheidung führte auch vor dem Hintergrund von Investitionen zu innenpolitischen Spannungen. Covid-Pandemie und geschlossene Grenzen ließen viele der 800.000 Bewohner verarmen.

Im besonders stark betroffenen Stadtteil Chinatown seien drei Leichen in einem ausgebrannten Gebäude gefunden worden, so Medien ("CNN") unter Berufung auf einen Polizeisprecher. Die Behörde untersuche derzeit die Todesursache und die Identität der Opfer. Ob ein Zusammenhang mit den Ausschreitungen bestand, war zunächst unklar.

su mit dpa, AFP