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Doch mehr Covid-19-Tote? Von der schieren Wucht der vielen Omikron-Fälle

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Von Euronews  mit AP, NYT, Guardian
Schlangestehen für Coronavirus-Tests in Chicago in den USA
Schlangestehen für Coronavirus-Tests in Chicago in den USA   -   Copyright  Nam Y. Huh/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved.   -  

New York City, Boston und Chicago sind Städte, in denen die Omikron-Variante des Coronavirus früher als anderswo dominant war. Wie die New York Times aufzeigt, liegt die Zahl der Todesfälle durch Covid-19 dort bisher etwas niedriger als bei vorherigen Coronavirus-Wellen. Doch aufgrund der extrem hohen Infektionszahlen könnte selbst eine anteilig deutlich geringere Zahl von Toten sehr viele Todesopfer in den USA zur Folge haben.

In den Städten, in denen Omikron zuerst auftrat, werden derzeit in den Krankenhäusern mehr Personen positiv auf Covid-19 getestet als 2021. Darunter sind auch Patientinnen und Patienten, die wegen anderer Erkrankungen in Hospitäler kommen - und dann positiv auf SARS-CoV-2 getestet werden.

Dennoch ist die Zahl der Covid-19-Patienten, die Intensivpflege oder mechanische Beatmung benötigen, so hoch wie seit dem letzten Winter nicht mehr. Und die schiere Wucht der Zahl der Covid-19-Patientinnen und -Patienten der Patienten bringt die Krankenhäuser - die sowohl in den USA als auch in Europa an Personalmangel leiden - an ihr Limit.

Seit dem Winter 2020/21 war die Zahl der Covid-Patientinnen und -Patienten in den Krankenhäusern der USA nicht mehr so hoch wie Anfang Januar 2022.

Von schweren Erkrankungen betroffen sind vor allem ungeimpfte ältere Menschen. Laut Gesundheitsbehörde CDC sind in den USA etwa 12 % der Menschen ab 65 Jahren nicht vollständig geimpft. Die New York Times zeigt auf, das in vielen Teilen des Landes, in denen die Älteren am wenigsten geimpt sind ist, die Orte sind, an denen die Omikron-Welle gerade erst beginnt. Dazu gehören Teile des sogenannten Midwest und eher ländliche Regionen der USA.

Über Schulschließungen wird vielerorts in den USA diskutiert. In einigen Städten wurden die Weihnachtsferien verlängert. Der New Yorker Bürgermeister will - anders als sein Vorgänger - die Schulen möglicht offen lassen - und Ex-Polizist Eric Adams glaubt, dass das trotz Omikron möglich sein wird.

Chaos in New York - wegen vieler Krankschreibungen

In New York ist die Zahl der Krankenhauseinweisungen wegen Covid-19 ähnlich hoch wie im April 2020 - 11.000 -, aber es gibt fünf Mal mehr Ansteckungen. Der stationäre Aufenthalt der Covid-19-Patientinnen und Patienten ist kürzer, zumindest bei den Geimpften.

Die Zahl der täglichen Todesfälle im US-Bundesstaat New York hat die 130 wieder überschritten - zum ersten Mal seit Beginn der Impf-Kampagne.

21 % der Beschäftigten der New Yorker U-Bahn waren wegen Covid-19 ausgefallen - ebenfalls 21 % waren bei der New Yorker Polizei NYPD coronabedingt krankgeschrieben, 30 % des medizinischen Notfallpersonals und 17 % der Feuerwehrleute.

Zwar sind fast alle pandemiemüde, aber der Bürgermeister von New York versucht, eine Art Aufbruchstimmung zu verbreiten. Eric Adams erklärt, seine Priorität sei, die New Yorker aus dem Homeoffice wieder an ihre Arbeitsstellen zu bringen, und schlug eine dreitägige Arbeitswoche vor, die auf fünf Tage ausgeweitet werden soll.

"Corona ist da. Wir müssen lernen, auf intelligente Weise damit zu leben", sagte Adams.

Das Problem sei, so der Bürgermeister, dass eine Büroauslastung von 30 % für die Unternehmen nicht rentabel sei. Restaurants, die im Herbst einen Boom erlebten, leeren sich jetzt wieder.

Dabei beobachten New-York-Touristinnen und -Touristen aus anderen US-Bundesstaaten laut GUARDIAN, dass im Big Apple die Coronaregeln ernster genommen werden als anderswo in den USA.