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Russland gewinnt Boden im Osten der Ukraine

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Von Oscar Valero
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Zerstörungen in der Ukraine
Zerstörungen in der Ukraine   -   Copyright  AP PhotoAP Photo/Alexei Alexandrov

Russland setzt die Bombardierung der Ostukraine mit dem Ziel fort, Sewerodonezk in der Region Lugansk einzunehmen.

Nach Angaben des US amerikanischen Institute for the Study of War haben die russischen Streitkräfte in der Region "an Boden gewonnen" und "ihre Bemühungen zur Einnahme von Sewerodonezk intensiviert".

Feste Brücken in der umkämpften Stadt sind unbrauchbar, Russland hatte Pontonbrücken über den Fluss gebaut, um Truppen und Materioal übersetzen zu können. Nach der ersten wurde jetzt laut Angabe der ukrainischen Armee auch eine zweite Pontonbrücke zerstört, um den Vormarsch der russischen Streitkräfte zu stoppen.

Präsident Selenskyj sprach über den hohen Preis des Krieges für sein Land.

50 bis 100 Menschen werden heute wohl wieder sterben, im umkämpften Osten unseres Landes. von dem alle Welt spricht. Alle reden darüber, wir sind betroffen, jeden Tag.
Wolodymyr Selenskyj
Ukrainischer Präsident

Die Folgen des Krieges sind an Orten wie Saltiwka zu sehen, einem Wohnviertel in Charkiw. In den großteils zerstörten Hochhäusers gibt es weder Wasser noch Gas, die meisten haben keinen Strom. Wer aus nicht evakuiert werden konnte, muss in den Ruinen irgendwie zurechtkommen.

Die drei Monate dauernden Kämpfe um Mariupol haben Hunderttausende in die Flucht getrieben. Das Illich-Stahl- und Eisenwerk, das zweitgrößte metallurgische Unternehmen der Ukraine, in dem Zehntausende beschäftigt waren, ist weitgehend zerstört.

In den Trümmern suchen die Menschen nach Lebensmitteln. Von Normalität ist das Leben in Mariupol weit entfernt. Russland hat zugesagt, die Stadt im Südosten des Landes wiederaufzubauen – man wolle aus Mariupol ein Seebad machen.