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Südfrankreich: Mehr als 40 Schwimmer von Drückerfischen gebissen

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Von Euronews
Drückerfisch
Drückerfisch   -   Copyright  Pixabay

Er hat 14 Zähne im Ober- und acht im Unterkiefer. Normalerweile sieht der Drückerfisch den Menschen nicht als Beute. Das erhitzte Meereswassers verleite die Fische allerdings dazu, bei der Nahrungssuche ihr Revier auszudehnen - bis zu den Waden der Badegäste.

Immer mehr Urlauber:innen an Südfrankreichs Stränden klagen über Bisse durch Fische, die nahe des Ufers unterwegs sind. Die Bisse in Beine, Füße und Zehen stammten vermutlich von 30 bis 45 Zentimeter langen Grauen Drückerfischen, die sich wegen des Klimawandels und der Erwärmung des Meerwassers verstärkt zur Nahrungssuche in seichte Bereiche wagen, berichteten französischen Zeitungen. 

Über 40 Badegäste seien alleine am Montag am Strand von Hendaye nahe der spanischen Grenze von Fischen gebissen worden. Auch in der Nähe von Cannes an der Côte d'Azur wurde ein Schwimmer im nur 50 Zentimeter tiefen Wasser gebissen, einen anderen Fall gab es nach einem Bericht in der Bucht von Saint-Tropez.

Während Fortpflanzungsphase im Sommer sind die Fische aggressiv

Die Bisse des Drückerfisches seien nicht schmerzhaft und für den Menschen ungefährlich. Wie Meeresfisch-Experte Benjamin Lafon der Zeitung sagte, verleite die Erhitzung des Meereswassers die Fische dazu, bei der Nahrungssuche ihr Revier auszudehnen. Während ihrer Fortpflanzungsphase im Sommer zeigten sich die ohnehin nicht menschenscheuen Fische aggressiv.

Experte Samuel Somot vom Nationalen Meterologischen Forschungsinstitut (CNRM) erklärte der Zeitung "Parisien", dass das Wasser an der französischen Mittelmeerküste statt jahreszeitüblicher 21 bis 22 Grad aktuell bis zu 28 Grad warm sei. Dies begünstige die Rückkehr des im vergangenen Jahrhundert an den französischen Küsten fast ausgestorbenen Fisches.