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Motor Saporischschja: Heimspiel - 2.000 Kilometer von Zuhause

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Von Frank Weinert
Saporischschja spielt in der deutschen Handball-Liga
Saporischschja spielt in der deutschen Handball-Liga   -   Copyright  Capture d'écran (AFP Vidéo)   -  

In diesen Tagen beginnt in Deutschland die Saison der 2. Handball-Bundesliga. Das wäre vielleicht nicht unbedingt von internationaler Bedeutung. Doch dieses Mal ist alles anders. Denn nicht nur Bietigheim, Dormagen oder Großwallstadt spielen mit, sondern auch Motor Saporischschja. Die sind amtierender ukrainischer Meister. Cheftrainer Gintaras Savukynas weiß um die besondere Aufgabe: "Natürlich sind die Jungs immer in Kontakt mit ihren Familien und sie wissen, was im Land vor sich geht, und sie machen sich Sorgen."

Die Spieler wechseln täglich zwischen Trainingseinheiten in Düsseldorf und besorgten Anrufen bei ihren Angehörigen in der Heimat. Oleksandr Kasai ist Linksaußen – für ihn ist die „neue Liga“ eine willkommene Abwechslung: "Mir hilft Sport in diesem Moment, weil man sich auf sein Training konzentriert. Manchmal entspannt sich der Geist, an manchen Tagen. Aber leider gibt es auch Situationen, in denen man nicht an zu Hause denken kann."

Handball – weg von Krieg und drohenden Nuklearkatastrophen. Rheinufer statt Dnjepr. Düsseldorf ist 2.000 Kilometer entfernt. Und doch fühlt sich das erste Spiel gegen Dormagen vielleicht ein bisschen wie ein Heimspiel an.