238. Kriegstag: "Reine Terrorakte" - Angriffe auf Energieversorgung soll Bevölkerung zermürben

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Von Oleksandra Vakulina
Sasha Vakulina erklärt die aktuelle Lage an der Front
Sasha Vakulina erklärt die aktuelle Lage an der Front   -   Copyright  euronews   -  

Nach den russischen Angriffen auf kritische Infrastrukturen waren dem ukrainischen Energieministerium zufolge Hunderttausende von Ukrainer:innen in mehr als 1000 Städten im ganzen Land ohne Strom.

Die EU-Kommissionschefin von der Leyen bezeichnete diese Angriffe als "reine Terrorakte", die Kriegsverbrechen gleichkämen.

Der Leiter der Militärverwaltung von Krywyj Rih, Oleksandr Vilkul, sagte, Russland habe eine Energieanlage mit Raketen beschossen und "schwere Zerstörungen" in seiner Region verursacht.

Ukrainische Streitkräfte haben nach Angaben des Gouverneurs der Region, Vitaliy Kim, 13 Drohnen über Mykolajiw abgeschossen. Saporischschja wurde ebenfalls angegriffen, wobei Russland nach Angaben des Gouverneurs der Region, Oleksandr Starukh, "kritische Infrastrukturen" in einem Dorf beschoss. In der Region Winnyzja wurden am Mittwoch Energieanlagen getroffen.

Das Institute for Study of War berichtet, russische Streitkräfte hätten seit Mitte September Dutzende von Drohnen aus iranischer Produktion gegen zivile Ziele in der Ukraine eingesetzt, wobei vorrangig psychologischer Terror gegen die ukrainische Zivilbevölkerung ausgeübt, statt greifbare Auswirkungen auf dem Schlachtfeld angestrebt worden seien.

Russische Truppen führten einen begrenzten Bodenangriff in der nördlichen Region Charkiw durch, was darauf hindeutet, dass die Streitkräfte trotz massiver Verluste bei den jüngsten ukrainischen Gegenoffensiven weiterhin territoriale Ansprüche in diesem Gebiet erheben.

Russische Quellen erklärten, dass die ukrainischen Streitkräfte ihre Gegenoffensive im Süden der ukrainischen Region Cherson auf der gesamten Frontlinie fortsetzten und russische Bodenkommunikationslinien und Munitionsdepots in der zentralen Region Cherson angriffen.

Die russischen Behörden haben nach dem Angriff auf die Brücke über die Meerenge von Kertsch Schwierigkeiten mit den eingeschränkten Versorgungskapazitäten über die Krim.