In den französischen Departements Charente-Maritime, Gironde, Lot-et-Garonne und Maine-et-Loire gilt bis Donnerstag weiter die Alarmstufe Rot für Überschwemmungen. Das Hochwasser erreicht Rekordpegelstände wie seit 1959 nicht mehr.
Vier Départements im Westen Frankreichs stehen weiterhin unter roter Hochwasserwarnung. Neun weitere gelten als orange eingestuft. Grund ist Sturm "Pedro", der neue Regenfälle bringt.
Die Ministerin für den ökologischen Übergang Monique Barbut spricht von einem "Feuchtigkeitsrekord, wie er seit 1959 nicht mehr gemessen wurde". Sie sieht einen Zusammenhang mit dem Klimawandel. Die Ministerin kündigte außerdem an, dass der Staat die von den Unwettern betroffenen Gemeinden unterstützen werde.
Nach einer Wetterberuhigung kündigte der Wetterdienst Metéo France neue allgemeine Störungen im Westen des Landes an.
Am stärksten betroffen waren die Departements Charente-Maritime, Gironde, Lot-et-Garonne und Maine-et-Loire.
In der Umgebung von Angers drang das Wasser stellenweise hunderte Meter über sein Bett hinaus in das Land ein und auch der dortige Bürgermeister Christophe Béchu sprach von einem "Hochwasserpegel, der seit 25 Jahren nicht mehr erreicht wurde."
In La Réole in der Gironde sank der Wasserstand der Garonne leicht, aber das Trinkwassernetz ist weiterhin wie in mehreren Gemeinden der Region gestört.
Im Département Lot-et-Garonne mussten rund 1.700 Menschen wegen Überschwemmungen ihre Häuser verlassen.