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ÚBEDA: Die harmonische Stadt

ÚBEDA: Die harmonische Stadt
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Um Úbeda und die zahlreichen anderen Sehenswürdigkeiten der Region besuchen zu können, bietet Andalusien allen Reisenden von außerhalb für Aufenthalte in geregelten Unterkünften zwischen dem 1. Januar und 31. Dezember 2021 eine kostenlose Covid-19-Reiseversicherung an.

Wie auch die Nachbarstadt Baeza hat Úbeda eine lange Geschichte vorzuweisen. Das beeindruckende Stadtbild ist das Ergebnis zahlreicher Transformationen, der Lage Úbedas an der Grenze des Königreichs Granada und der führenden Rolle der Stadt in der Kolonialgeschichte und des sich daraus ergebenden Wohlstands des Adels. Der Adel, angeführt vom Staatssekretär unter Karl V. Francisco de los Cobos, profitierte von den Entwicklungen der Land- und Viehwirtschaft, der Töpferei und der Stoffherstellung in der Stadt.

Doch schon vor diesen Industrien war Úbeda eine wohlhabende und wichtige Stadt. Zahlreiche Überreste aus römischer Zeit wurden in der Region gefunden. Mit dem Beginn der al-Andalus-Zeit gründete ein Emir im 9. Jahrhundert an derselben Stelle ein Dorf namens Ubbadat und 1234 wurde der Ort von König Ferdinand III. wiedererobert. Diese kurzen Zeiträume und der Mix aus Kulturen haben wie an vielen Orten Andalusiens dazu geführt, dass Úbeda zu einer prächtigen und imposanten Stadt gedieh.

© Turismo Andaluz

Vor dem Besuch der Stadt begrüßt einen das Umland mit seinen Hügeln, Olivenhainen und strahlenden Getreidefeldern und gibt einem einen Vorgeschmack auf die in Úbeda wartende Pracht. In der Stadt selbst wird das Herz dank des leuchtenden Himmels und der Ruhe in den Straßen sofort von dem Zauber unzählbarer Paläste erfüllt. Die alten Familien und Geschlechter der Stadt beauftragten die berühmtesten Renaissance-Architekten Europas (wie beispielsweise Andrés de Vandelvira), Residenzen im damals modernen italienischen Stil des 16. Jahrhunderts zu errichten. Der Palacio Vela de los Cobos, der Palacio Juan Vázquez de Molina (das aktuelle Rathaus, auch Palacio de las Cadenas genannt) und das Casa de las Torres sind nur ein kleiner Teil der langen Liste an beeindruckenden Herrenhäusern in Úbeda.

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Im Süden der Stadt befindet sich der nach dem Rathaus benannte Plaza Vázquez de Molina, einer der schönsten Plätze Spaniens. Dort befindet sich, neben dem Rathaus und dem Palacio del Deán Ortega, die beeindruckende Kirche Colegiata de Santa María de los Reales Alcázares mit ihren Gärten. Ein kleines Stück vom Platz entfernt liegt außerdem die Erlöserkapelle.

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Wer sich eingehender mit der Geschichte der Stadt beschäftigt, wird auf eine scheinbar endlose Liste faszinierender Orte stoßen: das Hospital de Santiago, die Iglesia de San Pablo, das Real Monasterio de Santa Clara, die Iglesia de San Lorenzo … Die zahlreichen Namen ermöglichen eine Reise in verschiedene Zeiten und Interessensgebiete. Wegen all dieser Vorzüge, seiner Identität und der wundervollen Architektur ist Úbeda von der UNESCO zur Welterbestätte ernannt worden.

Wie in jeder andalusischen Stadt liegt die Magie Úbedas nicht allein in der Schönheit der Sehenswürdigkeiten oder der Renaissance-Architektur, sondern die Stadt selbst ist es, die Reisende in ihren Bann zieht, mit ihren verschiedenen Stilen und ihrer Geschichte, mit ihrem Wasser, ihren Hainen und Olivenbäumen. Úbeda ist eine Stadt, die außerhalb schützender Mauern erlebt werden will. Straßen, Plätze und Viertel reihen sich harmonisch aneinander, und an jeder Ecke warten versteckte Überraschungen, die neugierige Reisende belohnen. Mal stößt man auf eine Synagoge, die jahrhundertelang in Vergessenheit geraten war, mal auf einen uralten Kunsthandwerksbetrieb, der Wissen und Fähigkeiten von Generation zu Generation weitergegeben hat. In Úbeda stecken lokale Legenden hinter berühmten Fassaden.

Seit langer Zeit ist Úbeda eine ökumenische Stadt und heißt Menschen aus aller Welt willkommen. In den labyrinthartigen Gassen riecht es noch immer nach Feuerstellen, schmackhaftem Eintopf und frisch gebackenem Brot.