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Lufthansa fliegt von Grün nach Rot

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Lufthansa fliegt von Grün nach Rot

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Die Lufthansa kann langsam aber sicher die Früchte ihres Restrukturierungsplans ernten. Der operative Gewinn der deutschen Fluglinie stieg im zweiten Quartal auf 361 Millionen Euro, nach einem deutlichen Verlust in den vorhergegangenen drei Monaten. Der Umsatz erhöhte sich zwischen April und Juni auf fast acht Milliarden Euro.

Der Konzern hat 3.500 Stellen gestrichen und damit begonnen, seine verlustreichen Tochtergesellschaften umzustrukturieren, um 1,5 Milliarden Euro einzusparen. Allerdings wurde dieser Plan von höheren Treibstoffpreisen und der Schwäche des Euro gegenüber dem Dollar durchkreuzt. Um diese Verluste auszugleichen, konzentriert sich die Lufthansa nun darauf, die Belegungsdichte zu erhöhen, und reduzierte ihre Wachstumsziele für das Fiskaljahr von einem auf 0,5 Prozent. Zudem will die Airline einige weniger genutzte Verbindungen streichen und so die Kapazität im Winter um 2,5 Prozent senken.

Die Lufthansa-Aktie gewann am Morgen nach der Bekanntgabe der guten Quartalsergebnisse drei Prozent hinzu. Trotz allem kämpft die Fluglinie mit der Konjunkturschwäche in Europa und der aggressiven Konkurrenz einiger Billigflieger aus den Golfstaaten. Daher beendete die Aktie den Tag an der Börse in Frankfurt schließlich in Rot.