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Bildung im Libanon: mehr tun für helle Köpfe

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Bildung im Libanon: mehr tun für helle Köpfe

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Politische Ungewissheit, die klaffende soziale Schere und Spannungen zwischen den Konfessionen – Schüler und Lehrer im Libanon müssen sich durchsetzen. Viele Kinder verlassen die Schule viel zu früh, viele Studenten gehen für ihre weitere Ausbildung lieber ins Ausland. Wie kann das klamme libanesische Bildungssystem diese Herausforderungen meistern?

Etwa 40 Kilometer südlich von Beirut liegt Sidon, die viertgrößte Stadt des Landes. Viele der Einwohner leben unterhalb der Armutsgrenze. In den Slums der Altstadt liegt die öffentliche Alrushdiyeh-Schule für Mädchen. Auch hier sind die Lernbedingungen schlecht, die Klassenräume kark, schwach beleuchtet und auch im strengen Winter unbeheizt. Die Organisation “Teach Lebanon” hat sich zum Ziel gesetzt, die Lernsituation der Kinder im Land, vor allem im ländlichen Raum zu verbessern. Die größte Herausforderung: auch unterpriviligierten Schülern eine Chance geben – und das in einem konfessionell und damit gesellschaftlich gespaltenen Land.

Gute Lehrer braucht das Land! Doch niedrige Löhne und ein Mangel an Nachwuchs trüben die Aussichten. Ein Silberstreif am Horizont ist das Engagement einer außergewöhnlichen Frau. Yusser Chediac lehrt Biologie an der öffentlichen Jubran Tweini Oberschule in Beirut, wo sie ebenfalls für die Koordinierung des Fachbereichs verantwortlich ist. Ihre Engerie, ihr Engagement ist im wahrsten Sinne des Wortes “ausgezeichnet”.

Der Libanon hat eine einzige öffentliche Universtität. Viele Libanesen weichen daher auf private Bildungseinrichtungen aus. Beliebt ist die renommierte American University of Beirut. Sie ist eine der ältesten und besten Hochschulen im Nahen Osten. Wer in den Genuß ihrer Ausbildung kommen möchte, muss zahlen, umgerechnet 13.000 Euro im Jahr. Ist das gerecht?

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