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Meditation hält Einzug an britischen Schulen

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Meditation hält Einzug an britischen Schulen

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Thema 1: Einige Menschen sagen, Schweigen ist Gold. Andere bevorzugen es, bei der Arbeit zu pfeifen. Aber könnte die beste Lösung vielleicht eine Kombination aus beidem sein?
Wir schauen uns an, wie Stille und Musik das Lernergebnis beeinflussen.

Die Schüler des Fettes Colleges in Edinburgh tauschen regelmäßig Papier und Stift gegen Kissen und Decke. Sie praktizieren Achtsamkeitsübungen. Diese hat ihren Ursprung in den Buddistischen-Lehren, sie ist eine der Techniken zur Beruhigung des Geistes, die an britischen Schulen Einzug hält.

Die Lehrerin Debbie Spens erklärt: “Die Achtsamkeit fokussiert die Aufmerksamkeit der Schüler auf das hier und jetzt. Die Kinder konzentrieren sich auf das Atmen und darauf, zur Ruhe zu kommen. Sie erkennen die Momente, in denen sie in Stress geraten.
Sie wissen dann, wann sie zur Ruhe kommen und sich eine Auszeit nehmen müssen. Die Schüler verfügen über die notwendigen Mittel dazu, durch die Übungen, die sie hier im Kurs erlernen.”

Die Forschung zeigt, dass durch solche Übungen bessere Prüfungsergebnisse erzielt werden können. Die Selbstwahrnehmung wird verbessert und aggressives Verhalten kann positiv beeinflusst werden.

Thema 2: Viele Palästinenser leiden an Kriegs-Traumata und Musik ist eine Möglichkeit, sich davon zu erholen. Aber kann man mit Hilfe der Musik auch besser lernen?
Afaf lebt seit 15 Jahren in Ost-Jerusalem. Sie besucht seit zwei Wochen einen Musik-Workshop. Dort lernt sie, wie man Musik und Klänge im Klassenzimmer nutzen kann. Lehrer und Sozialarbeiter lernen dort neue Aktivitäten und Hilfsmittel für ihre tägliche Arbeit kennen. Es geht um Musik, Tanz, Körper-Percussion und musikalische Spiele.

Afaf unterrichtet in einer Grundschule in Ost-Jerusalem. Sie hat beobachtet, dass alle Kinder durch die musikalischen Aktivitäten konzentrierter sind. Die Lehrerin hat nun in ihrer Schule eine kleine Revolution in Gang gesetzt, denn nach ihrem Erfolg wollen nun auch ihre Kollegen an dem Musik-Workshop teilnehmen.

Thema 3: Nach Anischt dänischer Wissenschaftler soll Polyrhythmik die Teile unseres Gehirns stimulieren, die uns helfen, uns zu konzentrieren. Kann also Schlagzeuglernen unsere akademischen Fähigkeiten verbessern?

Chris Breen gibt an einer Schule in Hong Kong Schlagzeugunterricht und er überrascht mit einer ungewöhnlichen Erkenntnis: Wenn man in der Lage ist, mit der linken Hand einen anderen Rhythmus zu spielen, als mit der Rechten, dann verbessert das unser Denken. Nach Breens Ansicht sind ausgebildete Schlagzeuger daher auch in anderen Bereichen erfolgreich. Mehr und mehr Experten geben ihn recht.

Breen erklärt die Wirkung des Schlagzeugspielens so: “Durch das, was im Gehirn passiert und im Körper, werden viele Hirnareale gleichzeitig beansprucht. Dadurch werden die Schüler aufmerksamer und sicherer.” Er betont: “Alle meine Schüler, die gut Schlagzeug spielen, haben sehr gute Zensuren. Sie sind selbstsicher, sie konsumieren weder Alkohol noch Drogen. Sie haben Ziele. Sie verplempern ihr Leben nicht mit Computerspielen. Das kann kein Zufall sein, denn sie alle sind so.”

Forscher der Universität von Toronto haben nachgewiesen, dass sich bei einem Kind, das mit beiden Händen und Füßen verschiedene Rhythmen spielt, die Konzentration und der Intelliqenzquotient verbessern.

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