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Brasilien überlebt Elfmeterkrimi und trifft auf Kolumbien

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Brasilien überlebt Elfmeterkrimi und trifft auf Kolumbien

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Gastgeber Brasilien steht im Viertelfinale der Fußballweltmeisterschaft und trifft dort auf Kolumbien. Die Selecao setzte sich im Elfmeterschießen mit 3:2 gegen Chile durch, Kolumbien bezwang Uruguay mit 2:0.

Nach 120 Minuten stand es zwischen Brasilien und Chile 1:1. Gonzalo Jara, der später auch den entscheidenden Elfmeter vergab, lenkte den Ball in der 18. Spielminute ins eigene Tor und brachte Brasilien auf diese Weise mit 1:0 in Front. Noch vor der Halbzeit glich Alexis Sanchez aus.

Beide Mannschaften investierten viel und legten ein enorm hohes Tempo vor, die besseren Torgelegenheiten besaßen die Gastgeber. Kurz vor dem Ende der Verlängerung atmeten die Brasilianer tief durch, als Chiles Mauricio Pinilla den Ball an die Latte hämmerte.

Im Elfmeterschießen scheiterten die Chilenen Pinilla und Sanchez an Brasiliens Torhüter Julio Cesar, Jara traf nur den Pfosten. Auch die Brasilianer Willian und Hulk vergaben, den letzten Elfmeter für die Gastgeber verwandelte Neymar.

Das zweite Spiel in der Runde der letzten 16 war ebenfalls eine südamerikanische Angelegenheit.

Kolumbien kann sich auf James Rodriguez verlassen: Der Stürmer führte “Los Cafeteros” mit zwei Treffern zum 2:0-Sieg über Uruguay. Kolumbien steht bei einer Weltmeisterschaft erstmals unter den besten acht Mannschaften.

Uruguay versuchte in der letzten halben Stunde alles, um noch die Wende zu schaffen, doch Kolumbiens Abwehr hielt, “Los Cafeteros” fordern jetzt Brasilien heraus.

Am Sonntagabend stehen die nächsten beiden Achtelfinalpartien auf dem Programm. Die Niederlande treffen in Fortaleza auf Mexiko, und in Recife kommt es zum Duell der Überraschungsmannschaften, Costa Rica und Griechenland.

Mit zehn Toren während der Gruppenphase waren die Niederländer der bisher offensivstärkste Teilnehmer an dieser Weltmeisterschaft. Trainer Louis van Gaal hat Oranje umgekrempelt und setzt in Brasilien sogar auf ein 4-4-2 – das gleicht bei den Niederländern einer Revolution. Wenn es um Titelfavoriten geht, wird der dreimalige WM-Finalist immer häufiger genannt.

Doch die Mexikaner sind eine hohe Hürde. Nur das schlechtere Torverhältnis gegenüber Brasilien verhinderte den Gruppensieg. Die hohen Temperaturen in Fortaleza zur Mittagszeit könnten den Mittelamerikanern in die Karten spielen. Zuletzt standen die Mexikaner bei der Heim-WM 1986 im Viertelfinale – jetzt wollen sie es wieder schaffen.

Mit einem Achtelfinalduell zwischen Costa Rica und Griechenland rechnete im Vorfeld der WM kaum jemand. Die Ticos qualifizierten sich als Gruppensieger für die Runde der letzten 16. Siege gegen Italien und Uruguay und das Unentschieden gegen England ließen aufhorchen, dennoch habe man nicht die Favoritenrolle inne, meint Costa Ricas Trainer Jorge Luis Pinto.

Vor zehn Jahren gewann Griechenland sensationell die Europameisterschaft in Portugal. Und auch in Brasilien verfährt die Mannschaft wie einst unter Otto Rehhagel nach dem Motto: Hinten sicher stehen und vorne dann irgendwie einen hereindrücken. Der gegen die Elfenbeinküste wegen einer Rückenverletzung ausgewechselte Stammtorhüter Orestis Karnezis ist wieder fit, er soll das letzte Bollwerk bilden.

Einige Anhänger der brasilianischen Nationalmannschaft trafen sich vor dem Achtelfinale zu einem kleinen Flashmob an der Copacabana. Damit wollten sie der Selecao und insbesondere ihrem Liebling Neymar Glück für das Spiel gegen Chile wünschen. Und das hat ja auch gut geklappt.

Hier sind unsere Tipps für die nächsten beiden Spiele. Auch Sie können Ihre Prognose abgeben: In den sozialen Netzwerken, und zwar mit dem #TheCornerScores

Die euronews-Sportredaktion glaubt, dass die Niederlande und Costa Rica weiterkommen. Was meinen Sie? Geben Sie ihren Tipp ab: #TheCornerScores