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Welche Länder stehen hinter den BRICS-Staaten?

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Welche Länder stehen hinter den BRICS-Staaten?

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Stéphane aus Paris fragt: “Manche Schwellenländer scheinen die Krise besser als andere zu bewältigen. Wie anscheinend die BRICS-Staaten, der 6. BRICS-Gipfel findet im Juli in Brasilien statt. Welche Länder verstecken sich hinter diesem Akronym?”

Die Antwort gibt Guntram B. Wolff, Direktor der wirtschaftswissenschaftlichen Denkfabrik Bruegel (Brussels European and Global Economic Laboratory) in Brüssel: “Die BRICS-Staaten sind eine lose Organisation von Ländern bestehend aus Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Die Wirtschaftskraft dieser Länder ist in den vergangenen zehn Jahren stark gewachsen. Ihr Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist massiv gestiegen, während ihre Schuldenquoten gleichzeitig – wie die Schuldenquoten der Schwellenländer im Allgemeinen – gefallen sind. Damit stehen sie im Gegensatz zu den entwickelten Ländern, die sich durch zunehmende Verschuldung und sinkende BIP-Zahlen auszeichnen. In einem gewissen Sinn sehen wir hier eine Verlagerung von den entwickelten Volkswirtschaften hin zu den Schwellenländern, zu den BRICS-Staaten, die wirklich wachsen und wirtschaftlich wesentlich leistungsfähiger als etablierte Volkswirtschaften sind.

Ihr Wachstum beruht auf ihren sehr verschiedenen Entwicklungsstufen, sie holen immer noch auf. Es gibt sehr viele junge Menschen, sehr unterschiedliche Demografien und die Menschen sind hungrig nach Wachstum, nach Arbeitsplätzen und neuen Chancen.

Das Ziel der BRICS-Gipfel ist es, sich auf bestimmte Positionen zu einigen und untereinander einen Konsens zu finden. Aber für die BRICS-Länder ist das nicht einfach, denn sie sind sehr unterschiedlich, vielleicht sind die Unterschiede sogar noch größer als die zwischen den Ländern der Europäischen Union. Die Staaten kommen aus sehr verschiedenen Kontinenten, sie haben sehr unterschiedliche Traditionen und auch in Bezug auf ihre Wirtschaft haben sie unterschiedliche Strukturen. Doch natürlich haben sie gemeinsame Interessen, zum Beispiel: Zugang zu den Märkten oder die Rolle der Energie und Rohstoffe, die für sie viel wichtiger ist als für viele Industrieländer.

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