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Neues Drohvideo beunruhigt Frankreich

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Neues Drohvideo beunruhigt Frankreich

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Die Veröffentlichung eines Drohvideos mutmaßlich französischer Islamisten aus den Reihen der IS-Miliz hat in Frankreich erneut Fragen über die Radikalisierung und Rekrutierung junger Menschen für den Dschihad aufgeworfen. Vor wenigen Tagen hatte die Pariser Staatsanwaltschaft bestätigt, dass es sich bei einem der Mörder der US-Geisel Peter Kassig um den 22-jährigen Franzosen Mickaël Dos Santos handele. Einige Experten bezweifeln jedoch, dass der auf dem Video zu sehende Mann Franzose ist.

“Er ist zum Islam konvertiert und wir wissen, dass er seit August 2013 auf dem Terrain ist. Er hat sich an der Waffe ausgebildet und ist ultra-radikal geworden und man weiß auch, dass er sehr gewalttätig ist. Das sieht man an den Texten, die er in sozialen Medien postet. Er spricht da von Attentaten gegen Frankreich, ruft zum Dschihad auf und erwähnt häufig den Namen Mohamed Merah.”

Merah war vermutlich für den Anschlag in Toulouse im März 2012 verantwortlich. Dos Santos kam aus einer katholischen Familie und lebte in Champigny-sur-Marne bei Paris. “Ich hätte nicht gedacht, dass er in der Lage wäre, so etwas zu tun”, so ein Mann aus der Gemeinde. “Für uns ist er ein Mörder”, so ein weiterer Mann aus Champigny-sur-Marne. “Das hat mit dem Islam nichts zu tun. Der Islam ist Frieden.”

Mehr als 1000 Franzosen sind laut den Behörden bereits in den Dschihad gezogen. Die Regierung verschärfte erst vor Kurzem die Anti-Terrorgesetze. Mutmaßliche Islamisten sollen an der Ein- und Ausreise gehindert werden.