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Russlands Präsident schwört das Land auf seinen Kurs ein

Wladimir Putin hielt seine jährliche Ansprache zur Lage des Landes. Darin verteidigte er unter anderem die russische Haltung gegenüber der Ukraine, besonders die Angliederung der Halbinsel Krim: Dort

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Russlands Präsident schwört das Land auf seinen Kurs ein

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Russlands Präsident hat seine jährliche Ansprache zur Lage des Landes gehalten.

Meinung

Die Krim ist für Russland so wichtig wie der Tempelberg für Moslems und Juden.

Seine wichtigsten Themen vor Abgeordneten und hohen Politikern waren die Wirtschaftslage und die Außenpolitik.

Dort verteidigte Wladimir Putin die russische Haltung gegenüber der Ukraine, besonders die Angliederung der Halbinsel Krim.

Dort lägen Russlands Ursprünge; die Krim sei für die Russen so wichtig wie der Tempelberg in Jerusalem für Moslems und Juden.

Den Machtwechsel in der Ukraine nannte Putin erneut einen Staatsstreich.

Er sagte aber auch, jedes Land könne selbst über seine Entwicklung entscheiden, über seine Verbündeten, seine Politik. Das habe Russland immer respektiert und mache das auch weiterhin: Und das gelte in vollem Umfang auch für die Ukraine.

Putin will weiterhin auch mit westlichen Ländern zusammenarbeiten, trotz der Strafen gegen Russland. Es sei für sie aber zwecklos, sagte er, mit Russland aus einer Position der Stärke heraus reden zu wollen.

Der Präsident verwies auch auf die Stärke der Armee: Man wolle kein neues Wettrüsten, sagte er, aber niemand könne Russland militärisch bezwingen. Die Armee sei modern, stark und furchterregend.

Die Strafmaßnahmen wegen seiner Ukrainepolitik sieht Putin nun als Chance für die russische Wirtschaft.

So forderte er dazu auf, Russland unabhängiger von westlichen Technologien zu machen.

Wie tief Putins Groll insbesondere gegen die USA sitzt, wurde klar, als er ihnen mehr oder weniger deutlich vorwarf, sie hätten darauf hingewirkt, dass Russland zerfalle wie zuvor schon Jugoslawien.

Das sei aber schon Adolf Hitler nicht gelungen, so dass man nächstes Jahr den 70. Jahrestag des Siegs im Zweiten Weltkrieg begehe.

Gleichzeitig dürfe man nicht die bitteren Niederlagen von 1941 und 1942 vergessen, um nicht die geleichen Fehler noch einmal zu machen.